Kurz und knapp: Was ist Rainbow Belts?
Rainbow Belts ist eine Zkittlez-Kreuzung von Archive Seed Bank mit einem Aroma, das seinem Namen alle Ehre macht: süß, fruchtig, wie eine Tüte Fruchtgummi. Die Wirkung wird meist als entspannend bis euphorisch beschrieben, gesellig genug für den Feierabend. Die reine Rainbow-Belts-Genetik führen wir nicht. Im Sortiment ist ausschließlich Rainbow Belts x Dulce de Uva von BudVoyage, eine eigenständige Weiterkreuzung mit violett schimmernden Blüten und höherem THC-Gehalt. Achtung: Der Sortenname ist außerdem doppelt belegt, dazu unten mehr.
Was ist Rainbow Belts?
Der Name kommt nicht von ungefähr. Rainbow Belts riecht nach genau der Süßigkeit, nach der sie benannt ist: bunte Fruchtgummi-Bänder, dazu Traube, Zitrus und ein Hauch tropischer Frucht. Gezüchtet wurde die Sorte von Archive Seed Bank aus einer Kreuzung von Zkittlez mit dem Phänotyp Moonbow #75, selektiert aus rund 200 Kandidaten. Da Moonbow selbst bereits Zkittlez-Genetik enthält, ist Rainbow Belts genetisch doppelt mit dieser bekannten Candy-Linie verwandt.
Diese Nähe zu Zkittlez erklärt viel: das süße, fruchtige Aromaprofil, die eher entspannte bis euphorische Wirkung, die für Zkittlez-Nachkommen fast typische violette Färbung mancher Phänotypen bei kühleren Nächten in der Spätblüte. Gleichzeitig ist Rainbow Belts eine eigenständige Weiterzucht mit eigenem Charakter und kein Zkittlez-Klon.
Bei der Einordnung Sativa gegen Indica halten sich die Quellen bedeckt: Archive Seed Bank hat nie einen exakten Split veröffentlicht, Seedfinder und Händler sprechen von einer leicht indica-betonten Hybride. Für das bei HANS geführte Produkt gibt der Shop 40 Prozent Sativa zu 60 Prozent Indica an. Das bezieht sich aber auf die Kreuzung, nicht auf die Basisgenetik.
Wichtig für die Einordnung: Die reine Rainbow Belts von Archive Seed Bank ist bei HANS Brainfood nicht erhältlich. Im Sortiment steht ausschließlich die BudVoyage-Premium-Kreuzung Rainbow Belts x Dulce de Uva, also ein eigenes Produkt und nicht die Original-Genetik. Sie übernimmt deren fruchtig-süßes Profil und kombiniert es mit dem intensiven Traubenbonbon-Charakter der zweiten Elternlinie. Ergebnis: feminisierte Samen mit rund 26 Prozent THC, violett schimmernden Blüten und einem Aroma zwischen Traubenbonbon, tropischer Frucht und erdigen Untertönen.
Für Käufer heißt das konkret: Wer über den Namen "Rainbow Belts" internationale Strain-Datenbanken vergleicht, sollte im Hinterkopf behalten, dass das bei HANS erhältliche Produkt eine eigene Kreuzung ist. Aroma und Wirkungsrichtung liegen nah an der Grundgenetik, THC-Gehalt und Farbspiel können durch die zweite Elternlinie spürbar abweichen, meist zugunsten eines kräftigeren, süßeren Gesamteindrucks.
Achtung: Der Name ist doppelt belegt
Bevor es um Genetik und Anbau geht, ein Punkt, der beim Samenkauf tatsächlich relevant wird: "Rainbow Belts" bezeichnet nicht überall dieselbe Sorte. Neben der hier beschriebenen Archive-Seed-Bank-Linie vertreibt der britische Züchter Tastebudz Genetics unter demselben Namen eine völlig andere Kreuzung: aus Candy Machine und Forbidden Fruitz, indica-dominant, mit Angaben von bis zu 28 Prozent THC und 9 bis 12 Wochen Blütezeit, verfügbar als feminisierte und als Autoflower-Version.
Beide Sorten teilen das süße Candy-Aroma, unterscheiden sich aber in Abstammung, Wuchsverhalten und Blütezeit deutlich. Wer Samen unter diesem Namen kauft oder Erfahrungsberichte liest, sollte deshalb immer auf den Züchter achten. Sonst vergleicht man Werte, die zu zwei verschiedenen Pflanzen gehören. Die bei HANS Brainfood geführte Version basiert auf der Archive-Linie.
Herkunft und Genetik
Rainbow Belts entstand 2022 bei Archive Seed Bank aus der Kreuzung Zkittlez mit Moonbow #75. Die Phänotyp-Bezeichnung #75 ist dokumentiert und verweist auf eine Selektion aus rund 200 Kandidaten, ein Hinweis darauf, wie gezielt hier auf bestimmte Merkmale hin gearbeitet wurde.
Bei Moonbow selbst wird es unübersichtlich: Die Linie wird durchgängig als Zkittlez gekreuzt mit Do-Si-Dos beschrieben, Archive hat diese Abstammung aber nie offiziell bestätigt. Seedfinder formuliert deshalb bewusst vorsichtig, es werde angenommen, dass Moonbow von diesen Eltern abstammt. Wir übernehmen diese Vorsicht: plausibel, aber nicht bestätigt.
Zkittlez wiederum, die prägende Linie in diesem Stammbaum, geht auf Grape Ape und Grapefruit zurück, plus eine dritte, bis heute unbenannte Elternlinie, die die Original-Breeder nie offengelegt haben. Aus dieser Kombination stammt der ausgeprägte Frucht- und Traubencharakter, der sich über Moonbow bis in Rainbow Belts durchzieht.
Von Rainbow Belts existieren mehrere Generationen, was beim Vergleich von Erfahrungsberichten leicht zu Verwirrung führt. Die feminisierte Version 1.0 ist die, die im Handel für Eigenanbauer verfügbar ist. Version 2.0 ist ein echter Backcross innerhalb der Rainbow-Belts-Linie, Version 3.0 eine Rückkreuzung in die Moonbow-Linie. Beide sind als reguläre Samen erhältlich. Wer online auf Berichte über extreme Harzproduktion und Hash-Cup-Siege stößt, liest in der Regel über 3.0, nicht über die verkaufte 1.0. Rainbow Belts 3.0 hat sich in der US-Konzentrat-Szene tatsächlich einen Namen für solventless-Extrakte gemacht; auf die 1.0 lässt sich das nicht eins zu eins übertragen.
Der Kreuzungspartner im BudVoyage-Produkt, Dulce de Uva, stammt von Bloom Seed Co und ist eine Clone-only-Linie mit rund 24 Prozent THC. Die genaue Zusammensetzung ist auch hier nicht abschließend dokumentiert: Seedfinder hält eine Selektion aus Grape Cream Cake für wahrscheinlich, das wiederum Ice Cream Cake mit einer Grape-Pie-/Wedding-Crasher-Linie verbindet. Sicher ist der Charakter: intensives Traubenaroma und ausgeprägte violette Färbung.
Für die Zucht bedeutet die Kreuzung zweier bereits potenter, aromaintensiver Linien meist mehr Trichome und mehr Terpene, aber auch mehr Variabilität zwischen einzelnen Samen. Wer mehrere Pflanzen aus derselben Packung zieht, sollte nicht überrascht sein, wenn einzelne Exemplare unterschiedlich ausfallen, typisch für junge Kreuzungen, die sich erst über mehrere Generationen vollständig stabilisieren.
Wirkung und Effektprofil
Konsumenten beschreiben Rainbow Belts überwiegend als entspannend und stimmungsaufhellend. Häufig genannt werden Begriffe wie glücklich, kichrig und gesprächig. Die Sorte wird oft in geselliger Runde gewählt, wo eine locker-gute Stimmung im Vordergrund steht. Der körperliche Anteil setzt meist etwas später ein und sorgt für ein angenehmes Entspannungsgefühl, ohne stark zu sedieren.
Bei der BudVoyage-Kreuzung mit Dulce de Uva kommt durch den höheren THC-Gehalt von rund 26 Prozent tendenziell eine intensivere körperliche Komponente hinzu. Wer die Sorte zum ersten Mal probiert, sollte entsprechend vorsichtig dosieren, auch wenn der entspannte Grundcharakter erhalten bleibt.
Als mögliche Begleiterscheinungen bei höherer Dosierung nennen Nutzerberichte vor allem trockene Augen und trockenen Mund, nichts Ungewöhnliches für potentere Hybriden, aber ein guter Grund, ausreichend zu trinken und die Dosis schrittweise zu steigern statt gleich mit der vollen Menge zu starten.
Aroma und Geschmack
Rainbow Belts schmeckt wie ihr Namensgeber: süß, fruchtig, an Fruchtgummi erinnernd. Im Detail zeigen sich Noten von Traube, Zitrus, Beeren und tropischer Frucht, dazu eine blumige Komponente und ein leicht erdiger Unterton, der das Ganze erdet. Bei der Kreuzung mit Dulce de Uva verstärkt sich die Trauben-Candy-Note zusätzlich. Das Ergebnis ist ein süßeres, direkteres Profil als bei der reinen Basisgenetik.
Manche Erfahrungsberichte beschreiben zusätzlich eine leichte Gas- oder Diesel-Note im Abgang, die unter der dominanten Süße erst beim zweiten oder dritten Zug auffällt. Diese Kombination aus süßer Vordernote und erdig-scharfem Abgang ist typisch für viele Zkittlez-Nachkommen und macht das Geschmacksprofil komplexer, als der erste Eindruck vermuten lässt.
Für die Weiterverarbeitung ist das intensive Terpenprofil praktisch relevant: Aroma und Harzqualität bleiben auch nach der Extraktion gut erhalten, weshalb Rainbow-Belts-Genetiken in der Konzentrat-Szene geschätzt werden. Die dokumentierten Cup-Erfolge beziehen sich allerdings auf die Version 3.0 der Linie, nicht auf die im Handel verfügbare 1.0.
Terpenprofil: Caryophyllen, Linalool, Limonen
Drei Terpene prägen Aroma und Wirkung. Caryophyllen wird in beiden ausgewerteten Quellen an erster Stelle genannt.
Rainbow Belts anbauen
Als feminisierte, photoperiodische Sorte braucht Rainbow Belts einen klassischen Lichtwechsel zur Blüteninduktion. Insgesamt gilt sie als moderat anspruchsvoll – kein Strain für den ersten Grow überhaupt, aber auch keine Diva. Wichtigster Faktor ist die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit in der Blüte, da die kompakten Blütenstände Feuchtigkeit speichern. Die folgenden Werte stammen von der Produktseite und beziehen sich auf die BudVoyage-Kreuzung.
Aussaat
Gekeimt wird über die Wasserglasmethode: 12 bis 24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen, bis die Keimwurzel sichtbar wird, dann in feuchtes Substrat setzen. Der Aussaatzeitraum ist mit April bis August recht weit gefasst, für Freilandkulturen empfiehlt sich eine Vorzucht und das Auspflanzen nach den letzten Frösten.
Die ersten Wochen
In der Vegetationsphase wächst Rainbow Belts kräftig und eher schlank in die Höhe. Frühzeitiges Topping oder Low-Stress-Training fördert eine gleichmäßigere Krone und erleichtert später die Lichtverteilung bis in die unteren Etagen. Händlerbeschreibungen der Basisgenetik empfehlen ausdrücklich SCROG-Netze, um die Höhe zu begrenzen, ein Hinweis darauf, dass die Sorte nicht von Natur aus kompakt bleibt.
Indoor
Indoor liegt die Blütezeit bei 8 bis 10 Wochen, die Endhöhe bei 90 bis 120 cm. Die Sorte reagiert gut auf Sea-of-Green- und Screen-of-Green-Techniken, was sich bei kompakten Setups zur Ertragsoptimierung nutzen lässt. Eine gute Belüftung hilft doppelt: gegen Feuchtigkeit in den dichten Blüten und gegen das ausgeprägte süße Aroma während der Blüte.
Outdoor
Outdoor bevorzugt Rainbow Belts ein gemäßigtes bis mediterranes Klima mit ausreichend Sonnenstunden und erreicht 140 bis 160 cm. In kühleren, feuchteren Lagen steigt das Botrytis-Risiko in der dichten Blüte, weshalb ein sonniger, gut durchlüfteter Standort wichtig ist.
Ernte
Der Erntezeitpunkt orientiert sich an der Trichomfarbe: milchig-trüb mit einem wachsenden Anteil bernsteinfarbener Köpfe für eine eher entspannende Wirkung. Danach 10 bis 14 Tage trocknen und mindestens drei bis vier Wochen curen, damit sich das fruchtige Aroma voll entfaltet. Wer zu früh erntet oder zu schnell trocknet, verliert genau die süße Fruchtnote, die diese Sorte ausmacht.
Wer die violette Färbung optisch unterstützen möchte, kann in den letzten ein bis zwei Wochen für kühlere Nachttemperaturen sorgen. Das begünstigt die Anthocyan-Bildung und damit die typische lila Optik, ohne dass es dafür einer speziellen Düngung bedarf.
Rainbow Belts und verwandte Sorten
Rainbow Belts gehört zu einer wachsenden Familie von Zkittlez-Kreuzungen und hat inzwischen selbst über 40 dokumentierte direkte Nachkommen. Die wichtigsten Verwandten im Überblick:
- Zkittlez – Die prägende Elternlinie, über Moonbow gleich doppelt vertreten. Selbst aus Grape Ape, Grapefruit und einer unbenannten dritten Linie entstanden.
- Moonbow #75 – Der Vater-Phänotyp, selektiert aus rund 200 Kandidaten. Enthält vermutlich Zkittlez- und Do-Si-Dos-Genetik.
- Dark Rainbow – Archive-Kreuzung aus GMO und Rainbow Belts, mit ähnlichem Farbspiel in der Blüte.
- Blue Belts – Archive-Kreuzung aus Oregon Blueberry und Rainbow Belts, mit Beeren-Schwerpunkt im Aroma.
- Gotti Beltz – Weitere Kreuzung aus der Rainbow-Belts-Linie mit eigenem Aromaschwerpunkt.
- Dulce de Uva – Kein Nachkomme, sondern der Kreuzungspartner in der BudVoyage-Version. Clone-only-Linie von Bloom Seed Co mit rund 24 Prozent THC und ausgeprägtem Traubenaroma.
Für wen ist Rainbow Belts geeignet?
Rainbow Belts eignet sich für alle, die ein fruchtig-süßes Aroma und eine entspannte, gesellige Wirkung schätzen, ohne komplett sediert zu werden. Für den geselligen Feierabend oder ein entspanntes Wochenende ist sie eine naheliegende Wahl.
Weniger geeignet ist die Sorte für alle, die eine rein energetisierende Tagessorte suchen. Dafür ist der entspannende Anteil zu deutlich ausgeprägt. Einsteiger sollten außerdem bedenken, dass die BudVoyage-Kreuzung mit rund 26 Prozent THC im oberen Potenzbereich liegt.
Wer eine reine, unverkreuzte Rainbow-Belts-Erfahrung erwartet, sollte die zusätzliche Dulce-de-Uva-Kreuzung berücksichtigen: Die Grundcharakteristik bleibt erhalten, das Ergebnis ist aber eine eigenständige Weiterentwicklung. Für Eigenanbauer mit Auge fürs Detail spricht zusätzlich die violette Färbung in kühleren Nächten während der Spätblüte.
Häufige Fragen zu Rainbow Belts
Weiterlesen im Anbau-Guide
- Wie werden Cannabissamen feminisiert? – Hintergrund zur feminisierten Version, die als einzige im Handel ist.
- Die BudVoyage Keimgarantie – Gilt für dieses Produkt: Bedingungen und Ablauf im Detail.
- Cannabis Indoor anbauen: Von der Lampe bis zum Growzelt – Setup-Grundlagen für die kompakte Indoor-Kultur mit 90 bis 120 cm.
- Cannabis Lollipopping – Sinnvoll bei dichten Blütenständen, um Licht und Luft nach unten zu bringen.
- 6 Tipps & Tricks zur Trocknung – Zu schnelles Trocknen kostet gerade bei dieser Genetik einen großen Teil der süßen Fruchtnote.


