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Candyland Samen – Die energetisierende Tagessorte aus der Purple-Familie

Strains – Sozial Sativa-dominant Regulär Mittel

Kurz und knapp: Was ist Candyland?

Candyland ist eine sativadominante Kreuzung aus Granddaddy Purple und Bay Platinum Cookies, entwickelt vom kalifornischen Züchter Ken Estes. Sie wurde gezielt als schimmelresistentere, weniger sedierende Tages-Alternative zu Granddaddy Purple entwickelt. Das Aroma ist süß-erdig mit würzigen und Beerennoten, die Wirkung gilt als aufputschend und energetisierend.

Typ
Sativadominant, Herstellerangaben 50/50 bis 75/25 Sativa
Genetik
Granddaddy Purple x Bay Platinum Cookies
Marke
Kein eigenes Produkt bei HANS Brainfood
THC-Gehalt
ca. 14–24 %, vereinzelt höher berichtet
CBD-Gehalt
unter 1 %
Schwierigkeit
Mittel
Aroma
Süß, erdig, würzig, Beeren, Kiefer
Effekt
Aufputschend, energetisierend, euphorisch
Klima
Trocken, warm, laut Züchter schimmelresistent
Blütezeit
8–9 Wochen (Indoor)
Ernte Outdoor
Ende September/Anfang Oktober
Aussaat
Vorzucht ab April, Auspflanzen ab Ende Mai
Ertrag Indoor
ca. 400–800 g/m² (Angaben schwanken stark)
Ertrag Outdoor
ca. 900 g bis über 1 kg/Pflanze
Höhe
Indoor ca. 100–150 cm · Outdoor bis 200 cm (Erfahrungswert)

Was ist Candyland?

Candyland wurde mit einem klaren Ziel entwickelt: eine Version von Granddaddy Purple zu schaffen, die tagsüber funktioniert, statt sofort in die Couch zu drücken. Das Ergebnis ist eine sativadominante Kreuzung, die den süß-erdigen Charakter ihrer Elternlinie behält, aber eine deutlich aktivierende, statt sedierende Wirkung mitbringt. Der Name selbst spielt bewusst auf diesen süßen, verspielten Charakter an und grenzt die Sorte vom schwereren, ernsteren Image klassischer Purple-Indicas ab.

Bei der genauen Sativa/Indica-Einordnung gehen die Quellen auseinander: Leafly führt Candyland schlicht als "Sativa", eine Seedfinder-Zuchtlinie von Grand Daddy Purp Genetics nennt 75 Prozent Sativa zu 25 Prozent Indica, eine andere Zuchtlinie (Emerald Triangle) dreht das Verhältnis auf 30/70, und ILGM gibt 50/50 an. Mehrheitlich wird Candyland aber als sativadominanter Hybrid eingeordnet.

Auch beim THC-Gehalt zeigt sich eine breite Spanne: Je nach Quelle und Zuchtlinie werden 14 bis 24 Prozent genannt, ein einzelner, nicht weiter verifizierter Wert liegt sogar bei 29 Prozent. Realistisch ist ein Bereich zwischen 14 und 24 Prozent THC bei einem CBD-Gehalt, der durchgehend unter einem Prozent bleibt. Diese Schwankungsbreite ist typisch für Sorten, die über mehrere unabhängige Zuchtlinien parallel vertrieben werden, ohne dass eine zentrale, einheitlich geprüfte Quelle existiert.

HANS Brainfood führt Candyland derzeit nicht als eigenes Produkt. Interessierte finden die Genetik am ehesten über spezialisierte Fachhändler mit US-Genetik-Fokus.

Bemerkenswert an Candyland ist, wie deutlich sie sich trotz gemeinsamer Elternlinie von Granddaddy Purple unterscheidet. Während die Mutterpflanze für ihre schwere, sedierende Wirkung bekannt ist, zeigt Candyland ein fast gegenteiliges Profil. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark der zweite Kreuzungspartner den Gesamtcharakter einer Sorte verschieben kann, selbst wenn das Aroma der Ursprungslinie weitgehend erhalten bleibt.

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Herkunft und Genetik

Candyland wurde von Ken Estes gezüchtet, dem Gründer von Grand Daddy Purp Genetics und ursprünglichen Schöpfer von Granddaddy Purple selbst. Als Elternlinien dienten Granddaddy Purple, eine der bekanntesten kalifornischen Purple-Indicas, und ein weiblicher Phänotyp von Bay Platinum Cookies – einer Bay-Area-Variante der Platinum-Cookies-Linie aus der Girl-Scout-Cookies-Familie.

Die Motivation hinter der Kreuzung war praktisch: Granddaddy Purple ist zwar beliebt, aber anfällig für Schimmel und wirkt stark sedierend, für den Tagesgebrauch also ungeeignet. Ken Estes wollte eine Version, die schimmelresistenter ist und eine aktivierende statt einschläfernde Wirkung mitbringt, ohne den charakteristischen süßen, fruchtigen Geschmack der Purple-Linie zu verlieren. Diese Art von zielgerichteter Problemlösungszucht ist typisch für viele erfolgreiche kalifornische Sorten jener Zeit: im Vordergrund stand eine ganz konkrete Schwäche der Vorgängersorte.

Candyland wurde 2012 beim KushCon in Denver mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, ein früher Erfolg, der zur weiteren Verbreitung der Sorte in der US-Zuchtszene beitrug. Seedfinder listet inzwischen rund 69 direkte Kreuzungen, die auf Candyland zurückgehen, ein Hinweis auf die breite Nutzung der Genetik als Zuchtgrundlage. Diese Zahl ist für eine relativ junge Sorte ungewöhnlich hoch und zeigt, wie schnell sich Candyland nach der Veröffentlichung in der kalifornischen und später internationalen Zuchtszene etabliert hat.

Botanisch ist Candyland eine stabilisierte, photoperiodische Hybride ohne Ruderalis-Anteil. Die Blüte wird also über den Lichtzyklus gesteuert, nicht über das Alter der Pflanze.

Die Wahl von Bay Platinum Cookies als zweiten Kreuzungspartner war kein Zufall: Die Girl-Scout-Cookies-Familie war bereits zum Zeitpunkt der Candyland-Zucht für ihre komplexen, süß-würzigen Aromaprofile bekannt und passte damit gut zum Ziel, den fruchtig-süßen Charakter der Purple-Linie zu erhalten, ohne deren schwere Wirkung zu übernehmen.

Wirkung und Effektprofil

Nutzerberichte beschreiben die Wirkung von Candyland als aufputschend, energetisierend und euphorisch, mit einer kreativitätsfördernden Komponente. Genau diese Eigenschaften unterscheiden sie deutlich von der Elternlinie Granddaddy Purple und machen sie zu einer klaren Tagessorte.

In Erfahrungsberichten wird Candyland teils im Zusammenhang mit Stress, Verspannung oder gedrückter Stimmung genannt. Solche Nennungen sind subjektive Nutzererfahrungen und keine medizinische Empfehlung. Als mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen werden trockener Mund und trockene Augen genannt, seltener auch Angst oder Schwindel bei zu hoher Dosierung.

Wie bei jeder sativadominanten Sorte mit spürbarem THC-Gehalt empfiehlt sich gerade für unerfahrene Konsumenten ein vorsichtiger Einstieg mit kleiner Dosis, um die individuelle Verträglichkeit einschätzen zu können, bevor die Menge gesteigert wird.

Aroma und Geschmack

Candyland riecht süß und erdig, mit würzig-pfeffrigen Nuancen und Beerennoten aus der Granddaddy-Purple-Linie. Manche Phänotypen zeigen zusätzlich Kiefer-, Zitrus- oder Minznoten, was das Aromaprofil insgesamt komplexer macht als bei vielen einfacheren Fruchtsorten. Welche dieser Nebennoten im Vordergrund steht, hängt stark vom jeweiligen Phänotyp und der Samenquelle ab.

Dieses vielschichtige Aroma zieht sich auch durch den Geschmack: süß im Antritt, mit einer würzigen, leicht erdigen Tiefe im Abgang, ein Profil, das die Cookies-Abstammung ebenso erkennen lässt wie die Purple-Herkunft.

Gerade die Kombination aus süßer Oberflächennote und würziger Tiefe macht Candyland innerhalb der Candy-Genetiken zu einer etwas komplexeren, weniger eindimensionalen Wahl als reine Fruchtsorten. Das Aromaprofil verändert sich über mehrere Züge hinweg, statt sich sofort vollständig zu erschließen.

Terpenprofil: Caryophyllen, Limonen, Humulen

Caryophyllen steht in praktisch allen ausgewerteten Quellen an erster Stelle des Candyland-Terpenprofils. Die weiteren Terpene variieren je nach Quelle, wobei Limonen und Humulen am häufigsten als nächstwichtige Terpene genannt werden.

Caryophyllen
Würzig-pfeffrig, in allen Quellen das dominante Terpen. Bindet direkt an CB2-Rezeptoren und prägt die würzige Grundnote.
Limonen
Frisch, zitrusartig. Trägt zur aufhellenden, energetisierenden Seite der Wirkung bei und ergänzt die süße Aromatik.
Humulen
Erdig-holzig, oft in Kombination mit Caryophyllen auftretend. Trägt zur komplexen, leicht würzigen Tiefe des Aromas bei.

Candyland anbauen

Da Candyland kein eigenes Produkt bei HANS Brainfood ist, liegen keine herstellerseitig für Deutschland geprüften Anbauwerte vor. Die folgenden Angaben stammen aus internationalen Zuchtquellen mehrerer Breeder-Linien und sind mit Vorsicht als Orientierung zu verstehen, da sich die Werte zwischen den Quellen teils erheblich unterscheiden.

Aussaat

Einen strain-spezifischen Aussaattermin nennt keine der ausgewerteten Quellen. Für photoperiodische Sorten wie Candyland gilt im deutschen Freiland allgemein: Vorzucht ab April, Auspflanzen nach den letzten Frösten Ende Mai, um bis zur Ernte im frühen Oktober ausreichend Zeit zu haben.

Die ersten Wochen

In der Vegetationsphase zeigt Candyland einen tendenziell hohen Wuchs mit guter Verzweigung. Frühes Training wie Topping oder Low-Stress-Training hilft, die Struktur kompakter und die spätere Lichtausnutzung gleichmäßiger zu gestalten.

Indoor

Indoor liegt die Blütezeit konsistent zwischen 8 und 9 Wochen (55 bis 65 Tage). Bei den Ertragsangaben zeigen sich dagegen deutliche Unterschiede zwischen den Zuchtlinien: Eine Quelle nennt bis zu 800 g/m², andere nur rund 400 bis 430 g/m². Ein realistischer Richtwert liegt vermutlich irgendwo dazwischen, abhängig von der jeweiligen Zuchtlinie und den Anbaubedingungen.

Outdoor

Outdoor bevorzugt Candyland laut Züchterangaben ein trockenes, warmes Klima. Die Sorte soll dabei schimmel- und mehltauresistenter sein als ihre Elternlinie Granddaddy Purple. Bei den Erträgen reicht die Spanne der Quellen von rund 900 g pro Pflanze bis zu Züchterangaben von über 2 kg, die als optimistische Einzelwerte einzuordnen sind.

Ernte

Die Ernte fällt outdoor meist Ende September bis Anfang Oktober. Trichome sind auch bei Candyland der zuverlässigste Reifeindikator: milchig-trübe Färbung mit einem kleineren Anteil bernsteinfarbener Köpfe zeigt den optimalen Erntezeitpunkt an. Nach der Ernte 10 bis 14 Tage langsam trocknen und mehrere Wochen curen, um das komplexe, mehrschichtige Aroma voll zu entwickeln.

Wegen der teils widersprüchlichen Herstellerangaben zu Höhe und Ertrag lohnt sich bei Candyland besonders ein Anbau-Tagebuch im ersten eigenen Durchgang: Wer Wachstumsverlauf, Trainingsschritte und Erntemenge dokumentiert, kann die tatsächliche Leistung der konkret verwendeten Samenquelle für künftige Durchgänge deutlich besser einschätzen.

Indoor
ca. 400–800 g/m²
Blütezeit 8–9 Wochen · hochwachsend · Ertragsangaben zwischen Zuchtlinien uneinheitlich
Outdoor
ca. 900 g–1,4 kg/Pflanze
Ernte Ende September/Anfang Oktober · laut Züchter schimmelresistenter als Granddaddy Purple

Candyland und bekannte Nachkommen

Mit rund 69 dokumentierten direkten Kreuzungen gehört Candyland zu den meistgenutzten Ausgangsgenetiken der jüngeren kalifornischen Zuchtgeschichte.

  • Animal Land – Eine der bekannteren Kreuzungen mit Candyland-Beteiligung, geschätzt für intensives Aroma.
  • 93 Octane – Kreuzung, die die energetisierende Wirkungskomponente von Candyland aufgreift.
  • Black Candyland – Weiterentwicklung mit dunkler Färbung, behält das süße Grundaroma bei.
  • Candy Floss und Candy Canes – Weitere Candy-Familie-Kreuzungen mit ähnlich süßem Charakter.
  • Alexander the Grape – Kreuzung mit stärkerem Fokus auf die Purple-Herkunft der Candyland-Linie.
  • Grandma's Batch und SPK – Weitere Kreuzungen aus dem Candyland-Umfeld, die jeweils unterschiedliche Aspekte des süßen Grundaromas betonen.

Für wen ist Candyland geeignet?

Candyland eignet sich für alle, die eine energetisierende, sativadominante Wirkung mit einem süß-würzigen, komplexen Aroma suchen: ideal für gesellige Anlässe oder Aktivitäten am Tag, bei denen Antrieb statt Schwere gefragt ist.

Anbautechnisch sollten sich Eigenanbauer auf uneinheitliche Ertragsangaben je nach Samenquelle einstellen und eher konservative Erwartungen ansetzen, bis die tatsächliche Leistung der eigenen Zuchtlinie im ersten Durchgang bekannt ist.

Weniger geeignet ist Candyland für alle, die eine schwere, entspannende Abendsorte suchen. Dafür ist die aktivierende, energetisierende Wirkrichtung schlicht das falsche Werkzeug. Wer den süßen Purple-Charakter mag, aber lieber eine sedierende Wirkung möchte, ist mit der Elternlinie Granddaddy Purple selbst besser bedient.

Häufige Fragen zu Candyland

Candyland wirkt laut Nutzerberichten aufputschend, energetisierend und euphorisch, mit einer kreativitätsfördernden Komponente. Sie gilt als klare Tagessorte im Gegensatz zur sedierenden Elternlinie Granddaddy Purple.
Candyland ist eine Kreuzung aus Granddaddy Purple und einem weiblichen Phänotyp von Bay Platinum Cookies, gezüchtet von Ken Estes (Grand Daddy Purp Genetics) in Kalifornien.
Je nach Quelle und Zuchtlinie zwischen 14 und 24 Prozent, ein einzelner unbestätigter Wert liegt bei 29 Prozent. Der CBD-Gehalt bleibt durchgehend unter einem Prozent.
Candyland gilt überwiegend als sativadominanter Hybrid, wobei die genauen Prozentangaben zwischen 50/50 und 75/25 Sativa je nach Quelle und Zuchtlinie schwanken.
Cannabis-Samen bei HANS Brainfood sind ausschließlich für den privaten Eigenanbau nach § 3 Abs. 2 KCanG bestimmt, nicht für eine medizinische Anwendung. Nutzer berichten über subjektive Erfahrungen mit Stress oder Anspannung, das ersetzt aber keine ärztliche Beratung oder eine Verschreibung von Medizinalcannabis über den dafür vorgesehenen Weg.
Granddaddy Purple ist die Elternlinie von Candyland, die Wirkung ist aber fast gegensätzlich. Granddaddy Purple gilt als schwer sedierende Abendsorte, Candyland als energetisierende Tagessorte – Ken Estes hat sie gezielt als weniger sedierende, schimmelresistentere Alternative gezüchtet. Das süß-erdige Aroma der Purple-Linie bleibt in beiden erkennbar.
Sativadominante Sorten mit hohem Limonen-Anteil gelten als tagestauglich, weil sie eher aktivierend als sedierend wirken. Candyland gehört dazu, ebenso Green Crack, Durban Poison und Tangie. Als Gegenpol stehen myrcendominierte Indica-Sorten, die eher für den Abend gewählt werden.
Cannabis Samen bei HANS Brainfood Feminisierte Sorten · Indica, Sativa & Hybriden · Diskreter Versand · § 3 Abs. 2 KCanG
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