Samen in Cannabisblüten gefunden? Rauchen, entsorgen oder einpflanzen?
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Samen in Cannabisblüten entstehen, wenn weibliche Cannabispflanzen während der Blütephase durch Pollen bestäubt werden. Dieser natürliche Fortpflanzungsprozess von Cannabis sativa führt dazu, dass die Pflanze ihre Energie von der Produktion von Harz, THC und Terpenen auf die Bildung von Hanfsamen verlagert. Versamte Cannabisblüten können weiterhin konsumiert werden, besitzen jedoch häufig eine geringere Wirkstoffkonzentration als sogenannte Sensimilla-Buds.
Inhalt
Samen in Cannabisblüten entstehen durch Bestäubung.
Bestäubte Pflanzen investieren Energie in Samenproduktion statt THC-Bildung.
Versamte Buds sind meist weniger potent, aber weiterhin konsumierbar.
Microseeds entstehen häufig durch Stress oder leichte Bestäubung.
Gefundene Bagseeds können keimen, besitzen jedoch unsichere Genetik.
Wenn du Samen in Cannabisblüten entdeckst, bedeutet das meist:
eine Bestäubung der weiblichen Pflanze hat stattgefunden
die Pflanze produziert Hanfsamen statt Harz
der THC-Gehalt sinkt
die Buds bleiben konsumierbar
Viele Konsumenten entfernen Seeds aus den Buds, bevor sie das Gras rauchen.
Ja, Cannabisblüten mit Samen können grundsätzlich konsumiert werden. Allerdings beeinflussen die Seeds die Qualität.
Typische Effekte:
knackende Geräusche beim Verbrennen
harscher Rauch
schwächeres Terpenprofil
reduzierte Wirkung
Grundsätzlich können Cannabisblüten mit Samen weiterhin konsumiert werden. Viele Konsumenten entdecken Cannabissamen erst beim Zerkleinern der Blüte im Grinder. Obwohl das Gras noch rauchbar ist, beeinflussen Samen die Qualität der Blüten deutlich. Während weibliche Pflanzen ohne Bestäubung ihre gesamte Energie in Harz, Terpene und Wirkstoffe investieren, verlagert sich nach einer Bestäubung ein Teil dieser Energie in die Produktion von Cannabissamen. Dadurch kann die Leistung der Pflanze sinken und die spätere Ernte weniger potent ausfallen.
Beim Verbrennen von Samen entstehen häufig knackende Geräusche, da die harte Samenschale aufplatzt. Zusätzlich kann der Rauch harscher wirken und das Aroma schwächer sein, weil ein Teil der Terpene während der Samenbildung verloren geht. Für Konsumenten stellt das meist kein gesundheitliches Problem dar, doch viele entfernen die Samen vor dem Konsum. Einige Grower nutzen gefundene Cannabissamen sogar erneut für den Anbau – allerdings ohne Garantie auf stabile Genetik oder eine hochwertige Ernte.
Nicht unbedingt. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Bestäubung.
Zustand der Pflanze |
THC-Gehalt |
|---|---|
Sensimilla |
18–30 % |
teilweise bestäubt |
12–20 % |
stark versamt |
5–12 % |
Versamtes Cannabis gilt oft als minderwertig, doch das ist nicht immer der Fall. Entscheidend ist vor allem der Zeitpunkt der Bestäubung während der Blütephase. Wird eine weibliche Pflanze sehr früh bestäubt, investiert das Weibchen einen großen Teil seiner Energie in die Produktion von Cannabissamen. In diesem Fall sinkt die Konzentration von Cannabinoiden und Terpenen deutlich, was sich auf Wirkung, Aroma und den allgemeinen Anblick der Buds auswirken kann. Erfolgt die Bestäubung dagegen erst spät in der Blütephase, bleibt ein Großteil der Harzproduktion erhalten und das Ergebnis kann weiterhin eine relativ potente Ernte sein.
Viele Grower bemerken Cannabissamen erst beim Zerkleinern der Blüten oder beim genaueren Blick auf die Buds. Für Konsumenten bedeutet das nicht automatisch ein schlechtes Produkt, sondern eher eine geringere Effizienz der Pflanze während der Blüte. Wer regelmäßig anbaut, setzt deshalb meist auf stabile Cannabis Samen von erfahrenen Züchtern, um eine zuverlässige Qualität und ein vorhersehbares Ergebnis zu erhalten.
Diese entstehen, wenn weibliche Pflanzen nicht bestäubt werden. Dadurch konzentriert sich die Pflanze vollständig auf:
THC-Produktion
Terpenbildung
Harzproduktion
kompakte Buds
Sensimilla bezeichnet samenfreie Cannabisblüten und gilt unter Growern als Qualitätsstandard. Der Begriff beschreibt Blüten von weiblichen Pflanzen, die während der gesamten Blütephase nicht bestäubt wurden. Ohne Pollen in der Umgebung investiert die Pflanze ihre Energie vollständig in die Bildung von Harz, Cannabinoiden und Terpenen. Die Folge sind dichte, aromatische Buds mit hohem Wirkstoffgehalt.
Die häufigsten Ursachen für Samenbildung sind Pollen aus der Umgebung oder unentdeckte männliche Pflanzen. Besonders Outdoor-Grows auf dem Balkon können davon betroffen sein. Für Anfänger ist Sensimilla deshalb ein wichtiges Ziel, da nur unbestäubte Pflanzen ihr volles Potenzial in THC-Produktion, Terpenbildung und Harzentwicklung entfalten.
Typische Anzeichen:
harte Kugeln in den Buds
knackende Geräusche im Grinder
sichtbare Seeds
lockere Blütenstruktur
Merkmal |
Beschreibung |
|---|---|
Form |
rund bis oval |
Farbe |
braun bis dunkel |
Oberfläche |
marmoriert |
Größe |
etwa 3–5 mm |
Samen in Cannabisblüten lassen sich meist durch einige typische Merkmale erkennen. Beim Aufbrechen der Buds fallen häufig kleine, harte Kugeln auf, die sich deutlich von der weichen Blütenstruktur unterscheiden. In vielen Fällen bemerken Konsumenten die Samen erst im Grinder, wenn knackende Geräusche entstehen. Auch eine ungewöhnlich lockere Blütenstruktur kann darauf hinweisen, dass die Pflanze Energie in die Samenbildung gesteckt hat.
Ein Hanfsamen besitzt eine feste Schale und charakteristische Strukturen. Form und Oberfläche unterscheiden sich je nach Pflanzensorten, doch meist sind die Samen rund bis oval und dunkel gefärbt. Im besten Fall erkennt man sie bereits direkt im Bud, bevor sie beim Zerkleinern übersehen werden oder an einem anderen Ort in der Blüte verborgen bleiben.
Samen lassen sich relativ leicht entfernen.
Methoden:
Bud vorsichtig aufbrechen
Seeds mit Pinzette entfernen
Blüten leicht zerbröseln
Grinder mit Sieb nutzen
Samen lassen sich in der Regel leicht aus Cannabisblüten entfernen, wenn man die Buds vorsichtig auseinanderzieht. Besonders Anfänger entdecken die Seeds oft erst beim Zerkleinern der Blüten. Am einfachsten ist es, die Bud zunächst behutsam aufzubrechen und den vorhandenen Platz zwischen den Blütenstrukturen zu nutzen, um Samen sichtbar zu machen. Anschließend können sie mit den Fingern oder einer kleinen Pinzette entfernt werden.
Alternativ lassen sich Blüten leicht zerbröseln, sodass die Samen herausfallen. Ein Grinder mit Sieb kann zusätzlich helfen, kleinere Pflanzenreste zu trennen. Viele Züchter empfehlen diese einfache Methode, bevor das Gras konsumiert wird. Dadurch bleibt das Aroma der Buds erhalten und die Blüten verschiedener Sorten lassen sich angenehmer verwenden.
Bud vorsichtig öffnen
Samen sichtbar machen
Seeds herausnehmen
Bud erneut prüfen
Blüte zerkleinern
Für Anfänger ist eine saubere Vorgehensweise hilfreich, damit keine Seeds im Material bleiben. Öffne den Bud zuerst vorsichtig mit den Fingern, ohne die Blütenstruktur komplett zu zerreißen. So entsteht genug Platz, um etwas genauer hineinzusehen. Mache die Samen sichtbar, indem du die Bud-Schichten leicht auseinanderklappst – oft sitzen Seeds nah am Stiel oder zwischen dichten Partien. Nimm die Samen dann einzeln heraus (mit Fingern oder Pinzette). Prüfe den Bud danach erneut, denn je nach Art der Samenbildung können mehrere Seeds verteilt sein. Erst wenn keine harten Kügelchen mehr spürbar sind, zerkleinerst du die Blüte. So vermeidest du knackende Geräusche und erhältst Geschmack und Konsistenz beim Konsum.
Die Fortpflanzung von Cannabis basiert auf Bestäubung.
Prozess:
männliche Pflanzen entwickeln Pollensäcke
Pollen wird durch Wind verbreitet
Pollen erreicht weibliche Blüten
die Pflanze beginnt mit der Samenproduktion
Samen entstehen bei Cannabis durch einen natürlichen Fortpflanzungsprozess. Diese Art der Vermehrung dient dem langfristigen Überleben der Pflanze. Männliche Pflanzen bilden kleine Pollensäcke, auch Beutel genannt, in denen sich der Pollen entwickelt. Sobald diese Beutel aufplatzen, wird der Pollen durch Wind oder Luftbewegung verbreitet. Gelangt er auf die Blütenstempel weiblicher Pflanzen, findet die Bestäubung statt.
Nach dieser Bestäubung verändert sich der Stoffwechsel der Pflanze. Statt weiterhin hauptsächlich Harz und Wirkstoffe zu produzieren, beginnt sie mit der Samenbildung. Die weibliche Blüte entwickelt daraufhin Hanfsamen im Inneren der Buds. Dieser Prozess ist bei vielen Pflanzenarten ähnlich und sorgt dafür, dass sich unterschiedliche Sorten von Cannabis natürlich vermehren können.
Cannabis-Pollen kann mehrere Kilometer weit fliegen.
Mögliche Quellen:
Nutzhanf-Felder
andere Grower
männliche Pflanzen
wilde Cannabispflanzen
Faktor |
Entfernung |
|---|---|
Indoor |
wenige Meter |
Wind |
bis 3 km |
Outdoor |
mehrere Kilometer |
Eine häufige Ursache für Samen in Cannabisblüten ist eine ungewollte Bestäubung. Cannabis-Pollen ist extrem leicht und kann durch Luftbewegung über große Distanzen transportiert werden. Dadurch kann Pollen von männlichen Pflanzen auch dann weibliche Blüten erreichen, wenn der eigene Grow sauber geführt wird. Besonders Outdoor-Grows sind betroffen, weil Pollen aus der Umgebung leicht an die Stelle der Blüte gelangen kann.
Mögliche Quellen sind Nutzhanf-Felder, andere Grower in der Nähe oder einzelne männliche Pflanzen, die übersehen wurden. Selbst kleine Mengen Pollen reichen aus, um mehrere Buds zu bestäuben. Deshalb achten erfahrene Züchter darauf, männliche Pflanzen früh zu erkennen und vor der Blüte zu entfernen, um die Qualität verschiedener Sorten zu schützen.
Faktor |
Entfernung |
|---|---|
Indoor |
wenige Meter |
Wind |
bis 3 km |
Outdoor |
mehrere Kilometer |
Ein Zwitter produziert sowohl weibliche Blüten als auch männliche Pollensäcke.
Auslöser können sein:
Lichtstress
Temperaturprobleme
instabile Genetik
Eine weitere häufige Ursache für Hanfsamen in Cannabisblüten ist die sogenannte Zwitterbildung. Dabei entwickelt eine Pflanze gleichzeitig weibliche Blüten und männliche Pollensäcke. Diese können sich öffnen und Pollen freisetzen, wodurch die eigenen Buds oder andere Pflanzen im Grow bestäubt werden. Der Grund dafür liegt meist in Stress während der Blütephase.
Typische Auslöser sind Lichtstress, starke Temperaturschwankungen oder eine instabile Genetik. Manche Sorten reagieren empfindlicher auf Umweltveränderungen als andere. Auch Fehler beim Indoor-Grow können dazu führen, dass Pflanzen zwittern. Viele erfahrene Grower in deutschen Grow-Communities achten deshalb besonders auf stabile Sorten und kontrollierte Bedingungen, um eine ungewollte Bestäubung frühzeitig zu vermeiden.
Microseeds sind kleine, meist unreife Samen.
Merkmal |
Microseeds |
|---|---|
Größe |
sehr klein |
Farbe |
hell |
Keimfähigkeit |
gering |
Sie sind nicht gefährlich, können aber den Geschmack verschlechtern.
Microseeds sind sehr kleine, meist unreife Hanfsamen, die sich im Inneren der Buds entwickeln können. Sie entstehen häufig, wenn eine Pflanze leicht bestäubt wurde oder unter Stress steht. Im Gegensatz zu voll entwickelten Hanfsamen besitzen Microseeds meist keine stabile Keimfähigkeit. Für Konsumenten stellen sie in der Regel keine gesundheitliche Gefahr dar, können jedoch den Geschmack und die Qualität der Blüten beeinträchtigen.
Viele Züchter beobachten Microseeds besonders bei sensiblen Sorten oder bei Pflanzen, die kurz vor der Ernte Stress ausgesetzt waren. Auch eine geringe Pollenmenge von einem männlichen Männchen kann eine solche Entwicklung auslösen. Deshalb kontrollieren erfahrene Grower ihre Pflanzen regelmäßig, um mögliche Bestäubung früh zu erkennen.
Cannabis ist eine zweihäusige Pflanze.
Das bedeutet:
männliche Pflanzen produzieren Pollen
weibliche Pflanzen bilden Blüten
Cannabis gehört biologisch zu den zweihäusigen Pflanzen. Das bedeutet, dass männliche und weibliche Geschlechter auf getrennten Pflanzen wachsen. Männliche Pflanzen, oft als Männchen bezeichnet, produzieren Pollensäcke, aus denen Pollen freigesetzt wird. Weibliche Pflanzen – das Weibchen – bilden dagegen die bekannten Blüten, aus denen später die Buds entstehen.
Gelangen Pollen auf die Blütenstempel der weiblichen Pflanze, beginnt der Fortpflanzungsprozess. In der Folge entwickelt das Weibchen im Inneren der Blüte Cannabissamen. Dieser Mechanismus dient der natürlichen Vermehrung der Pflanze. Für Grower ist dieser Prozess jedoch meist unerwünscht, da bestäubte Blüten weniger Harz produzieren. Deshalb konzentriert sich ein großer Teil dieses Artikels darauf, wie man die Bildung von Cannabis Samen vermeiden kann.
Typische Hinweise:
geschwollene Buds
sichtbare Samen
reduzierte Harzproduktion
braune Blütenstempel
Eine bestäubte Cannabispflanze zeigt oft mehrere erkennbare Veränderungen während der Blütephase. Viele Leute bemerken das Problem erst spät, wenn sich beim Öffnen der Buds Samen zeigen. Ein frühes Anzeichen können geschwollene Blüten sein, da sich im Inneren bereits Samen entwickeln. Gleichzeitig verändert sich die Struktur der Buds und sie wirken oft weniger harzig.
Ein weiteres typisches Merkmal sind braune oder schnell eintrocknende Blütenstempel. Diese verfärben sich häufig früher als bei unbestäubten Pflanzen. Auch die Harzproduktion kann sichtbar abnehmen. Wenn solche Veränderungen auftreten, stellen sich viele Grower Fragen zur Ursache der Bestäubung. Eine genaue Kontrolle der Pflanzen hilft dabei, das Problem frühzeitig zu erkennen und weitere Bestäubung zu verhindern.
Fehler |
Folge |
|---|---|
männliche Pflanzen übersehen |
Bestäubung |
instabile Genetik |
Zwitter |
Lichtstress |
Zwitterbildung |
schlechte Grow-Kontrolle |
Samenbildung |
Samen in Cannabisblüten entstehen häufig durch vermeidbare Fehler beim Anbau. Vor allem unerfahrene Grower übersehen manchmal männliche Pflanzen in der frühen Wachstumsphase. Sobald diese Pollen freisetzen, kann eine Bestäubung stattfinden, die zur Samenbildung führt. Auch instabile Genetik spielt eine Rolle. Einige Sorten reagieren empfindlicher auf Stress und können Zwitter bilden.
Ein weiterer häufiger Fehler ist Lichtstress während der Blütephase. Unregelmäßige Beleuchtung oder Lichtlecks können dazu führen, dass eine Pflanze männliche Blüten entwickelt. Vor allem bei Indoor-Grows sollte deshalb auf stabile Bedingungen geachtet werden. Viele deutschen Grow-Guides empfehlen außerdem, Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren, um mögliche Probleme früh zu erkennen und eine ungewollte Bestäubung zu vermeiden.
Fehler |
Folge |
|---|---|
männliche Pflanzen übersehen |
Bestäubung |
instabile Genetik |
Zwitter |
Lichtstress |
Zwitterbildung |
schlechte Grow-Kontrolle |
Samenbildung |
Samen aus Cannabis nennt man Bagseeds.
Diese Seeds können keimen, besitzen jedoch unbekannte Genetik.
Samen, die in Cannabisblüten gefunden werden, nennt man häufig Bagseeds. Diese Seeds entstehen durch eine Bestäubung während der Blütephase und können grundsätzlich keimen. Für viele Grower wirkt das zunächst wie eine günstige Möglichkeit, eine neue Pflanze zu ziehen, da kein zusätzlicher Preis für neue Samen bezahlt werden muss. Trotzdem sollte man beachten, dass die Genetik solcher Seeds unbekannt ist.
Das bedeutet, dass das Ergebnis schwer vorherzusagen ist. Manche Pflanzen entwickeln sich gut, während andere schwächer wachsen oder zwittern können. Wer experimentierfreudig ist, kann Bagseeds durchaus ausprobieren. Für einen planbaren Anbau greifen viele Grower jedoch lieber auf stabile, gezielt gezüchtete Samen zurück.
Merkmal |
gesunder Samen |
schlechter Samen |
|---|---|---|
Farbe |
dunkel |
hell |
Oberfläche |
marmoriert |
glatt |
Härte |
hart |
weich |
Nicht jeder gefundene Samen eignet sich automatisch für den Anbau. Ein einfacher Vitalitäts-Test kann helfen einzuschätzen, ob ein Hanfsamen keimfähig ist oder wahrscheinlich nicht mehr wächst. Gesunde Samen besitzen meist eine feste Schale und eine dunklere Farbe. Ihre Oberfläche wirkt häufig leicht marmoriert und stabil. Diese Eigenschaften deuten darauf hin, dass sich der Samen vollständig entwickelt hat.
Schwache oder unreife Samen sehen dagegen oft heller aus und fühlen sich weicher an. Eine glatte Oberfläche kann ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass der Samen noch nicht vollständig ausgereift ist. Solche Samen besitzen meist eine geringere Keimfähigkeit. Eine erste Sichtprüfung reicht häufig aus, um gesunde von weniger vitalen Samen zu unterscheiden.
Faktor |
Bagseeds |
zertifizierte Seeds |
|---|---|---|
Genetik |
unbekannt |
stabil |
THC-Potenzial |
unklar |
vorhersehbar |
Zwitter-Risiko |
hoch |
niedrig |
Der Anbau von Bagseeds kann funktionieren, bringt jedoch einige Risiken mit sich. Da diese Samen zufällig aus bestäubten Cannabisblüten stammen, ist ihre genetische Herkunft meist unbekannt. Dadurch lässt sich schwer vorhersagen, wie sich die Pflanze entwickeln wird. Wachstum, Ertrag und Wirkstoffgehalt können stark variieren.
Ein weiteres Risiko besteht in der genetischen Stabilität. Manche Bagseeds stammen von Pflanzen, die unter Stress zwitterten oder unkontrolliert bestäubt wurden. In solchen Fällen kann auch die nächste Generation anfälliger für Zwitterbildung sein. Für experimentierfreudige Grower kann der Anbau dennoch interessant sein. Wer jedoch planbare Ergebnisse und stabile Pflanzen möchte, greift meist zu zertifizierten Seeds aus gezielter Zucht.
Entfernen männlicher Pflanzen
stabile Genetik
kontrolliertes Klima
Stressvermeidung
Um Samen in Cannabisblüten zu vermeiden, achten Grower vor allem auf eine kontrollierte Umgebung und stabile Pflanzen. Der wichtigste Schritt ist das frühzeitige Entfernen männlicher Pflanzen, bevor sich Pollensäcke öffnen und Pollen freisetzen. Schon wenige Pollenkörner können mehrere Blüten bestäuben.
Auch die Genetik spielt eine wichtige Rolle. Stabile Sorten reagieren weniger empfindlich auf Stress und entwickeln seltener Zwittermerkmale. Zusätzlich sollten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtzyklen möglichst konstant bleiben. Ein kontrolliertes Klima reduziert Stress für die Pflanzen und unterstützt eine gleichmäßige Blütenentwicklung. Regelmäßige Kontrollen während der Blütephase helfen außerdem, mögliche Probleme früh zu erkennen und eine ungewollte Bestäubung zu verhindern.
Merkmal |
Weiblich |
Männlich |
|---|---|---|
Blüten |
Buds |
Pollensäcke |
Funktion |
Harzproduktion |
Pollenproduktion |
Cannabis besitzt getrennte männliche und weibliche Pflanzen, die unterschiedliche Funktionen im Fortpflanzungsprozess erfüllen. Weibliche Pflanzen entwickeln die bekannten Blüten, aus denen später die Buds entstehen. Diese Blüten produzieren Harz, Cannabinoide und Terpene, weshalb sie für den Konsum besonders interessant sind.
Männliche Pflanzen erfüllen dagegen eine andere Aufgabe. Sie bilden Pollensäcke, aus denen Pollen freigesetzt wird, um weibliche Pflanzen zu bestäuben. Sobald eine Bestäubung stattfindet, beginnt die weibliche Pflanze mit der Produktion von Samen. Für viele Grower ist das unerwünscht, da sich die Pflanze dann weniger auf Harzbildung konzentriert. Deshalb werden männliche Pflanzen beim Anbau meist frühzeitig entfernt.
Nach Bestäubung dauert die Entwicklung etwa 4–6 Wochen.
Nachdem eine weibliche Cannabispflanze bestäubt wurde, beginnt die Entwicklung der Samen im Inneren der Blüten. Dieser Prozess dauert in der Regel etwa vier bis sechs Wochen. Während dieser Zeit verändert sich die Struktur der Buds deutlich. Die Blüten schwellen leicht an, da sich im Inneren die Samen entwickeln. Gleichzeitig kann die Harzproduktion etwas zurückgehen, weil die Pflanze ihre Energie stärker in die Samenbildung investiert.
Mit zunehmender Reife färbt sich die Samenschale dunkler und wird fester. Voll entwickelte Samen besitzen meist eine harte Oberfläche und eine braune bis dunkel marmorierte Farbe. Erst wenn diese Merkmale sichtbar sind, gelten die Samen als vollständig ausgereift und potenziell keimfähig.
In Deutschland sind Hanfsamen grundsätzlich legal, solange sie nicht zum illegalen Anbau von Cannabis verwendet werden. Viele Händler verkaufen Samen daher als Sammlerstücke oder Souvenirs. Rechtlich problematisch wird es erst, wenn aus den Samen tatsächlich Cannabispflanzen angebaut werden, die gegen die geltenden gesetzlichen Regelungen verstoßen.
Mythos |
Realität |
|---|---|
Samen im Gras sind gefährlich |
falsch |
versamtes Cannabis ist unbrauchbar |
falsch |
Bagseeds sind immer männlich |
falsch |
Rund um Samen in Cannabisblüten kursieren viele Missverständnisse. Tatsächlich sind Samen im Gras nicht gefährlich, können aber Geschmack und Rauchqualität beeinträchtigen. Auch versamtes Cannabis ist nicht automatisch unbrauchbar. Zudem entwickeln sich aus Bagseeds nicht immer männliche Pflanzen – Geschlecht und Qualität hängen stark von der Genetik ab.
Professionelle Cannabiszüchter entfernen männliche Pflanzen frühzeitig, da schon wenige Pollenkörner eine komplette Bestäubung auslösen können.
Die Fortpflanzung von Cannabis sativa wurde in mehreren Studien untersucht, unter anderem in Fachpublikationen wie Journal of Cannabis Research und Frontiers in Plant Science.
Begriff |
Bedeutung |
|---|---|
Sensimilla |
Samenfreie Cannabisblüten |
Zwitter |
Pflanze mit männlichen und weiblichen Blüten |
Pollen |
männliche Fortpflanzungszellen |
Buds |
getrocknete Cannabisblüten |
Samen entstehen durch Bestäubung weiblicher Cannabispflanzen
bestäubte Pflanzen produzieren weniger THC und Terpene
versamte Buds können weiterhin konsumiert werden
Bagseeds besitzen unsichere Genetik
Nein.
Ja, sie werden auch als Lebensmittel verwendet. Allerdings handelt es sich dabei um Speisehanfsamen.
Eine bestäubte Pflanze kann Hunderte bis Tausende Seeds bilden.
Ja, wenn sie bestäubt werden.
Männliche Pflanzen entwickeln kleine, runde Pollensäcke an den Nodien der Pflanze. Diese erscheinen meist früher als die Blüten weiblicher Pflanzen und enthalten später den Pollen, der zur Bestäubung führt.
Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen, stabile Lichtzyklen und das frühzeitige Entfernen männlicher Pflanzen verhindern ungewollte Bestäubung.
Eine vollständig bestäubte Pflanze kann mehrere hundert bis tausend Samen entwickeln.
Je nach Zeitpunkt der Bestäubung kann der THC-Gehalt deutlich sinken, da die Pflanze Energie in Samen statt Harzproduktion investiert.
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