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Die ScrOG-Methode: So holst du das Maximum aus deinen Cannabispflanzen

Geschrieben von: Matthias Coufal

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Lesezeit 17 min

Die ScrOG-Methode (Screen of Green) ist eine Trainingstechnik im Cannabisanbau, bei der ein Netz über die Pflanzen gespannt wird. Triebe werden horizontal durch die Maschen geführt, sodass ein gleichmäßiges Blütendach entsteht. Dadurch nutzen Cannabispflanzen das Licht deutlich effizienter und können höhere Erträge pro Fläche produzieren. Besonders im Indoor-Grow zählt ScrOG zu den effektivsten Methoden, um moderne LED-Growlampen optimal auszunutzen.

Durch die kontrollierte Pflanzenstruktur entsteht ein sogenanntes Canopy, eine gleichmäßige Oberfläche aus Blütenspitzen, die maximal beleuchtet wird.

Was ist „Screen of Green“ (ScrOG)?

Die ScrOG-Technik (Screen of Green) gehört zu den bekanntesten Cannabis Plant Training Methoden. Dabei wird ein Netz über den Pflanzen gespannt, um das Wachstum horizontal zu lenken.

Statt weniger großer Haupttriebe entstehen viele gleich hohe Blütenspitzen. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Blütendach, bei dem jede Bud optimale Lichtverhältnisse erhält.

Effekt Ergebnis
horizontales Wachstum größere Lichtfläche
gleichmäßiges Canopy bessere Lichtverteilung
mehr Photosynthese höhere Erträge
kontrolliertes Wachstum effizientere Flächennutzung

Diese Technik ist besonders effektiv bei Indoor-Grow-Setups mit leistungsstarken LED-Lampen.

Die ScrOG-Methode, auch bekannt als Screen of Green, gehört zu den effektivsten Techniken im modernen Cannabisanbau. Bei dieser Screen of Green Methode wird ein stabiles Netz, häufig auch als Trellis-Netz bezeichnet, über den Pflanzen installiert. Die Triebe wachsen anschließend nicht mehr hauptsächlich vertikal, sondern werden gezielt horizontal durch die Maschen des Netzes geführt. Dadurch entsteht eine breite, gleichmäßige Pflanzenstruktur.

Der zentrale Gedanke der ScrOG Methode besteht darin, möglichst viele Blütenspitzen auf einer einheitlichen Höhe zu halten. Anstatt weniger großer Haupttriebe zu entwickeln, bilden die Pflanzen zahlreiche Seitentriebe, die sich über die gesamte Fläche verteilen. Das Resultat ist ein homogenes Canopy, also ein geschlossenes Blütendach, bei dem jede Bud vergleichbare Lichtbedingungen erhält.

Durch diese gleichmäßige Struktur verbessert die Screen of Green Technik die Lichtverteilung deutlich. Mehr Blätter der Pflanzen werden direkt beleuchtet, wodurch die Photosyntheseleistung steigt. Besonders in Indoor-Growräumen mit starken LED-Lampen kann die ScrOG Methode so helfen, die verfügbare Lichtenergie optimal auszunutzen und das Wachstum effizient zu steuern.

Wichtige Begriffe im ScrOG-Anbau

Im Zusammenhang mit ScrOG tauchen häufig bestimmte Fachbegriffe auf.

Begriff Bedeutung
ScrOG Trainingstechnik mit Netz
Canopy gleichmäßige Blütendecke
Stretch Wachstumsschub zu Beginn der Blüte
Topping Entfernen der Hauptspitze
Lollipopping Entfernen unterer Triebe
Trellis Net Netz zum Training

Diese Begriffe werden auch international in Grow-Guides verwendet.

Wer sich erstmals mit der ScrOG-Technik beschäftigt, stößt schnell auf verschiedene Fachbegriffe, die im Cannabisanbau häufig verwendet werden. Viele dieser Begriffe stammen aus internationalen Grow-Guides und werden auch in deutschsprachigen Anleitungen übernommen. Ein grundlegendes Verständnis dieser Begriffe hilft dabei, die Screen-of-Green-Methode besser zu verstehen und im eigenen Anbauraum oder in der Growbox korrekt umzusetzen.

Ein zentraler Begriff ist das sogenannte Blätterdach, das im internationalen Grow-Jargon meist als Canopy bezeichnet wird. Gemeint ist damit die gleichmäßige Oberfläche aus Blättern und Blütenspitzen, die sich oberhalb der Pflanzen bildet. Ein geschlossenes Blätterdach sorgt dafür, dass die Lichtenergie im Anbauraum optimal genutzt wird und möglichst viele Pflanzenteile direkt beleuchtet werden. Besonders in einer kompakten Growbox ist ein gleichmäßiges Blätterdach entscheidend für hohe Erträge.

Weitere wichtige Begriffe beschreiben Trainingsmethoden oder Wachstumsphasen der Pflanzen. Dazu gehören etwa das Entfernen der Hauptspitze, das gezielte Auslichten unterhalb des Netzes oder der Wachstumsschub während der frühen Blütephase. Diese Fachbegriffe bilden die Grundlage vieler moderner Trainingsmethoden im Indoor-Anbau.

Das Equipment: Was du für ScrOG brauchst

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ScrOG benötigt nur wenig zusätzliches Equipment.

Equipment Funktion
ScrOG-Netz Training der Triebe
Growzelt oder Rahmen Befestigungspunkt
Pflanzenbinder Fixieren der Triebe
Gartenschere Entfernen von Trieben

Ideale ScrOG-Parameter

Parameter Optimalwert
Netz-Höhe 20–40 cm über Substrat
Maschengröße 5–10 cm
Pflanzen pro m² 1–4
Vegetationsphase 3–5 Wochen

Für die ScrOG-Methode benötigst du nur wenig zusätzliches Equipment. Das Prinzip hinter Scrogging basiert vor allem auf einer einfachen, aber effektiven Struktur, die das Wachstum der Pflanzen kontrolliert. Das wichtigste Element ist dabei ein stabiles Netz, das über den Pflanzen installiert wird. Dieses Netz dient dazu, die wachsenden Zweige gezielt zu lenken und gleichmäßig über die gesamte Fläche zu verteilen.

Während der Wachstumsphase werden die Zweige vorsichtig unter die einzelnen Maschen geführt. Dadurch entsteht eine breite Pflanzenstruktur, die sich ideal für verschiedene Formen von Stress Training eignet. Im Gegensatz zu aggressiven Trainingsmethoden wird beim Scrogging hauptsächlich mit sanftem Umlenken der Triebe gearbeitet.

Zusätzlich helfen Pflanzenbinder dabei, einzelne Zweige in Position zu halten, während eine scharfe Gartenschere für das Entfernen unerwünschter Triebe benötigt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die verbesserte Luftzirkulation im Pflanzenbereich. Durch das gleichmäßig verteilte Wachstum und das spätere Auslichten unter dem Netz kann die Luftzirkulation deutlich verbessert werden, was das Risiko von Schimmelbildung reduziert.

Die Vorbereitung: Welche Genetik passt ins Netz?

Nicht jede Cannabissorte eignet sich gleichermaßen für ScrOG.

Ideal sind Pflanzen mit:

  • starkem Seitenwachstum
  • guter Regenerationsfähigkeit
  • mittlerem bis starkem Stretch

Bevor das Netz installiert wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die gewählte Genetik. Nicht jede Cannabissorte eignet sich gleichermaßen für die ScrOG-Methode. Besonders gut funktionieren Pflanzen, die ein kräftiges Seitenwachstum entwickeln und nach dem Training schnell neue Triebe bilden. Eine hohe Regenerationsfähigkeit ist wichtig, da die Pflanzen während des Trainings regelmäßig gebogen oder neu ausgerichtet werden.

Auch der verfügbare Platz im Growraum spielt eine entscheidende Rolle. Da die Triebe beim ScrOG horizontal geführt werden, müssen sich die Pflanzen gleichmäßig über die Fläche ausbreiten können. Deshalb ist der richtige Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen besonders wichtig. Ein zu geringer Abstand kann dazu führen, dass sich die Pflanzen gegenseitig beschatten und das Training im Netz deutlich schwieriger wird.

Darüber hinaus beeinflusst die natürliche Wuchsform einer Sorte, wie gut sich das Blätterdach entwickeln kann. Pflanzen mit lockerer Verzweigung ermöglichen eine bessere Lichtdurchdringung, wodurch mehr Blütenstände ausreichend Licht erhalten und sich gleichmäßiger entwickeln können.


Diese Sorten empfehlen wir: 

Sativa vs Indica

Merkmal Sativa Indica
Wachstum stark streckend kompakt
Stretch hoch moderat
ScrOG-Eignung sehr gut gut

Hybride Sorten gelten als besonders geeignet.

Die Wahl zwischen Sativa-, Indica- oder Hybridgenetik kann einen großen Einfluss darauf haben, wie erfolgreich die ScrOG-Methode im eigenen Anbau funktioniert. Beide Pflanzentypen besitzen unterschiedliche Wuchsformen, die sich im Training unter einem Netz unterschiedlich verhalten. Sativa-dominante Pflanzen wachsen in der Regel stärker in die Höhe und entwickeln lange Internodien. Dieses natürliche Streckwachstum lässt sich bei der ScrOG-Methode gut nutzen, da die Triebe leicht unter dem Netz verteilt werden können und sich gleichmäßig über die Fläche ausbreiten.

Indica-dominante Pflanzen hingegen wachsen meist kompakter und bilden kürzere Internodien. Dadurch lassen sie sich ebenfalls kontrollieren, benötigen jedoch häufig etwas mehr Training, um eine gleichmäßige Struktur zu erreichen. Gerade in einer kleinen Growbox kann diese kompakte Wuchsform von Vorteil sein, da der verfügbare Raum besser kontrolliert werden kann.

Hybride Sorten gelten im modernen Anbau häufig als besonders geeignet für die ScrOG-Methode. Sie kombinieren kontrollierbares Wachstum mit guter Reaktion auf sanftes Stress Training, wodurch das verfügbare Licht im Blätterdach optimal genutzt werden kann.

ScrOG Anleitung in 6 Schritten

Die ScrOG-Technik lässt sich auf sechs grundlegende Schritte reduzieren.

Schritt Aufgabe
1 Pflanzen bis 4–5 Nodien wachsen lassen
2 Haupttrieb toppen
3 ScrOG-Netz installieren
4 Triebe unter das Netz führen
5 Netz zu 70–80 % füllen
6 Blütephase einleiten

Diese Struktur entspricht einer klassischen How-To Anleitung im Cannabisanbau.

Die ScrOG-Technik lässt sich in wenige grundlegende Schritte unterteilen, die sich leicht in den täglichen Ablauf eines Indoor-Grows integrieren lassen. Ziel dieser Methode ist es, die Pflanzen so zu trainieren, dass sie ein gleichmäßiges Blütendach bilden. Gerade in einer kompakten Growbox hilft diese strukturierte Vorgehensweise dabei, den verfügbaren Raum optimal zu nutzen und ein kontrolliertes Wachstum zu erreichen.

Zu Beginn werden die Pflanzen zunächst einige Wochen wachsen gelassen, bis sie mehrere Nodien ausgebildet haben. Anschließend wird der Haupttrieb getoppt, wodurch sich mehrere Seitentriebe entwickeln. Danach wird das ScrOG-Netz installiert, das als Führung für die wachsenden Triebe dient. Während der folgenden Wochen werden die Triebe regelmäßig unter dem Netz verteilt, bis ein großer Teil der Fläche gleichmäßig mit Pflanzen bedeckt ist.

Sobald etwa 70 bis 80 Prozent des Netzes gefüllt sind, kann die Blütephase eingeleitet werden. Diese strukturierte Vorgehensweise sorgt dafür, dass jede Pflanze genügend Qualität entwickeln kann und das verfügbare Licht im gesamten Blütendach effizient genutzt wird.

Schritt-für-Schritt: Deine ScrOG-Anleitung

Phase 1: Topping als Basis

Beim Topping wird die Hauptspitze entfernt.

Dadurch entstehen mehrere neue Haupttriebe.


Maßnahme Effekt
Haupttrieb entfernen mehr Seitentriebe
Wachstum brechen horizontale Struktur

In dieser Schritt für Schritt Anleitung bildet das Topping die Grundlage für ein erfolgreiches ScrOG. Dabei wird die Hauptspitze der Pflanzen gezielt entfernt, um das natürliche Höhenwachstum zu unterbrechen. Statt eines dominanten Haupttriebs entwickeln sich mehrere neue Äste und kräftige Zweige, die später gleichmäßig unter dem Netz verteilt werden können. Genau dieser Effekt ist entscheidend, damit sich die Pflanze nicht nur nach oben, sondern stärker in die Breite entwickelt.

Das Topping schafft die Voraussetzung für eine stabile, horizontale Struktur und erleichtert die spätere Kombination mit Low Stress Training. Die neu entstehenden Triebe lassen sich besser lenken, wodurch sich ein gleichmäßiges Blütendach aufbauen lässt. Gleichzeitig verbessert diese Wuchsform die Luftzirkulation im oberen und mittleren Pflanzenbereich. Eine gute Luftzirkulation ist besonders wichtig, damit sich dichte Blüten gesund entwickeln können und Feuchtigkeit nicht zwischen den Ästen stehen bleibt. So entsteht bereits in der frühen Wachstumsphase die Basis für kontrolliertes Wachstum, stabile Verzweigung und eine gleichmäßige Verteilung der späteren Blüten.

Phase 2: Das Netz anbringen

Das ScrOG-Netz wird installiert, sobald die Pflanzen etwa 20–30 cm hoch sind.

Faktor Empfehlung
Netzabstand 20–40 cm
Spannung straff

Sobald die Pflanzen eine Höhe von etwa 20 bis 30 Zentimetern erreicht haben, wird das ScrOG-Netz im Growbereich installiert. Dieser Schritt ist entscheidend, da das Netz später die Struktur vorgibt, in der sich die Triebe entwickeln. Im Indoor-Anbau dient das Netz nicht nur als Stütze, sondern vor allem als Werkzeug zur gezielten Steuerung des Pflanzenwachstums. Die wachsenden Triebe werden nach und nach unter den einzelnen Maschen verteilt, sodass sich die Pflanzen gleichmäßig über die gesamte Fläche ausbreiten können.

Der Abstand zwischen Substrat und Netz liegt meist zwischen 20 und 40 Zentimetern. Diese Höhe bietet ausreichend Raum, damit sich neue Triebe entwickeln und gleichzeitig frühzeitig unter das Netz geführt werden können. Wichtig ist außerdem, dass das Netz straff gespannt wird, damit es stabil bleibt und die Pflanzen zuverlässig in Position hält.

Durch diese Struktur entsteht nach und nach ein gleichmäßiges Blätterdach, das dafür sorgt, dass das vorhandene Licht im Growraum optimal verteilt wird. Ein gut entwickeltes Blätterdach ermöglicht es, möglichst viele Blütenstände effizient zu beleuchten.

Phase 3: Das Einflechten

Neue Triebe werden regelmäßig unter das Netz gebogen.

Maßnahme Effekt
Triebe umlenken horizontales Wachstum
Höhe ausgleichen gleichmäßiges Canopy

Nachdem das Netz installiert ist, beginnt der eigentliche Kern der ScrOG-Methode: das Einflechten der Triebe. Während die Pflanzen weiter wachsen, werden neue Triebe vorsichtig unter die Maschen des Netzes geführt und seitlich verteilt. Dieser Schritt gehört zu den wichtigsten Maßnahmen im kontrollierten Anbau, da hier die spätere Struktur des Blütendachs entsteht. Durch das regelmäßige Umlenken der Triebe entwickeln die Pflanzen ein breites, flaches Wachstum statt eines einzelnen dominanten Haupttriebs.

Das Einflechten funktioniert ähnlich wie ein sanftes Stress Training. Die Triebe werden nicht abgeschnitten, sondern lediglich vorsichtig in eine neue Richtung gelenkt. Dadurch reagieren die Pflanzen mit verstärktem Wachstum an den Seitentrieben. In einer kompakten Growbox hilft diese Technik besonders dabei, die verfügbare Fläche optimal auszunutzen.

Mit jeder neuen Verzweigung entsteht eine größere Oberfläche für die spätere Blütenbildung. Gleichzeitig wird das vorhandene Licht gleichmäßig über das gesamte Blätterdach verteilt, wodurch sich eine stabile und produktive Pflanzenstruktur entwickeln kann.

Der entscheidende Moment: Wann du die Blüte einleitest

Der Wechsel in die Blütephase erfolgt normalerweise, wenn etwa 70–80 % des Netzes gefüllt sind.

Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel in die Blütephase ist einer der wichtigsten Faktoren bei dieser Anbautechnik. In der Regel wird die Beleuchtung umgestellt, sobald etwa 70 bis 80 Prozent des Netzes mit Zweigen gefüllt sind. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Pflanzen bereits ausreichend über die Fläche verteilt, ohne dass das Netz zu dicht bewachsen ist. Besonders in einer kompakten Growbox ist dieses Timing entscheidend, damit die Pflanzen während des anschließenden Wachstums noch genügend Platz haben, sich weiter auszubreiten.

Die ScrOG-Methode gilt als effektive Trainingstechnik, die eng mit verschiedenen Formen von Stress Training verbunden ist. Während der ersten Wochen der Blüte strecken sich viele Sorten noch deutlich, wodurch sich die freien Bereiche im Netz weiter schließen. Wird die Blütephase zu früh eingeleitet, bleibt ein Teil der Fläche ungenutzt. Erfolgt der Wechsel dagegen zu spät, können sich die Zweige stark überlagern. Ein gut gewählter Zeitpunkt sorgt dafür, dass sich ein gleichmäßiges Blütendach entwickelt und die spätere Qualität der Blüten verbessert wird.

Die Füllstand-Regel

Netzfüllung Aktion
50 % Vegetationsphase
70–80 % Blüte einleiten
100 % zu spät

Die sogenannte Füllstand-Regel dient als praktischer Leitfaden, um den optimalen Zeitpunkt für die Einleitung der Blütephase zu bestimmen. Beim Scrogging wird das Netz während der Wachstumsphase schrittweise mit neuen Zweigen und Ästen gefüllt. Ziel ist es, möglichst viel der vorhandenen Anbaufläche gleichmäßig mit Trieben zu bedecken, bevor die Lichtumstellung erfolgt.

Solange etwa 50 % des Netzes bedeckt sind, befinden sich die Pflanzen weiterhin in der vegetativen Phase. In dieser Zeit werden die wachsenden Zweige regelmäßig unter das Netz geführt und sanft ausgerichtet. Methoden wie Low Stress Training oder gelegentlich auch Super Cropping können dabei helfen, besonders kräftige Äste zu kontrollieren und gleichmäßig zu verteilen.

Sobald etwa 70 bis 80 % der Anbaufläche unter dem Netz ausgefüllt sind, wird die Blütephase eingeleitet. In den folgenden Wochen schließen die Pflanzen die restlichen Lücken durch ihr natürliches Wachstum. Genau hier zeigen sich die wichtigsten Vorteile der ScrOG Methode: Die gesamte Fläche wird effizient genutzt und die Pflanzenstruktur bleibt gleichmäßig kontrollierbar.

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Den Stretch nutzen

Während der ersten zwei bis drei Wochen der Blüte strecken sich viele Pflanzen stark.

Genetik Stretch
Indica 30–70 %
Hybrid 50–120 %
Sativa bis 200 %

In den ersten zwei bis drei Wochen der Blütephase zeigen viele Cannabis-Pflanzen einen starken Wachstumsschub, der als Stretch bezeichnet wird. In dieser Phase verlängern sich die Internodien deutlich, wodurch sich die Pflanzen weiter nach oben und zur Seite ausdehnen. Für Grower, die mit der ScrOG-Methode arbeiten, ist dieser Zeitraum besonders wichtig, da sich die verbleibenden Lücken im Netz jetzt von selbst schließen können.

Der Stretch bietet die Möglichkeit, die Triebe noch einmal gezielt auszurichten, bevor sich die Blüten vollständig entwickeln. Einige Grower nutzen in dieser Phase sanfte Trainingstechniken wie Super Cropping, um besonders kräftige Triebe zu kontrollieren. Dadurch lassen sich Probleme wie ungleichmäßiges Wachstum oder zu dominante Haupttriebe vermeiden.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Position der Lichtquelle. Während des Stretchs versuchen die Pflanzen, sich stärker zum Licht auszurichten. Wird dieser Wachstumsschub richtig genutzt, entsteht ein gleichmäßiges Blätterdach, bei dem jede Pflanze genügend Licht erhält und sich die späteren Blüten optimal entwickeln können.

Pflege unter dem Netz: Lollipopping

Unterhalb des Netzes erhalten Pflanzenteile kaum Licht.

Deshalb werden entfernt:

  • schwache Seitentriebe
  • kleine Blütenansätze
  • untere Blätter

Effekt Vorteil
bessere Luftzirkulation weniger Schimmel
Energie nach oben größere Blüten

Beim Scrogging spielt die Pflege unterhalb des Netzes eine wichtige Rolle. Da sich oberhalb des Gitters mit der Zeit ein dichtes Kronendach bildet, erhalten viele Pflanzenteile im unteren Bereich kaum noch ausreichend Licht. Diese Bereiche entwickeln häufig nur schwache Triebe oder kleine Blütenansätze, die später wenig zur Ernte beitragen. Aus diesem Grund entfernen viele Grower gezielt untere Blätter, kleine Seitentriebe und schwache Verzweigungen.

Diese Technik wird als Lollipopping bezeichnet und gehört zu den etablierten Anbaumethoden im modernen Indoor-Grow. Durch das Entfernen dieser Pflanzenteile konzentrieren sich die Pflanzen stärker auf die Blütenbildung im oberen Bereich. Gleichzeitig verbessert sich die Luftbewegung unter dem Netz deutlich, wodurch mögliche Probleme wie hohe Feuchtigkeit oder Schimmelbildung reduziert werden.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist die klare Struktur des Pflanzenaufbaus. Unter dem Netz bleibt eine offene Ebene, während sich oberhalb ein gleichmäßiges Kronendach entwickelt. Unabhängig davon, welche Sorten angebaut werden, profitieren viele Grower von dieser sauberen Pflanzenstruktur.

Wie viel Ertrag bringt ScrOG wirklich?

Der größte Vorteil von ScrOG ist die effiziente Lichtnutzung.

Durchschnittlicher Ertragsvergleich

Methode Ertrag pro m²
klassischer Grow 300–500 g
LST Training 400–600 g
ScrOG 500–800 g

Die tatsächlichen Werte hängen stark von Faktoren wie Lichtleistung, Genetik und Growklima ab.

Viele Grower interessieren sich vor allem für eine Frage: Wie stark lässt sich der Ertrag mit Scrogging tatsächlich steigern? Der größte Vorteil dieser Methode liegt in der effizienten Nutzung der verfügbaren Lichtenergie. Beim klassischen Cannabis-Grow entwickeln die Pflanzen oft einige dominante Haupttriebe, während andere Bereiche weniger Licht erhalten. Beim Scrogging wird dagegen ein gleichmäßiges Kronendach aufgebaut, wodurch deutlich mehr Blütenstände optimal beleuchtet werden.

Gerade bei Indica Sorten, die oft kompakter wachsen, lässt sich durch ein gut aufgebautes Netz eine große Blütenfläche schaffen. Die Triebe werden gleichmäßig verteilt, sodass fast jede Blüte eine ähnliche Lichtmenge erhält. Dadurch kann sich die gesamte Fläche des Blätterdachs produktiv entwickeln.

Natürlich garantiert die Methode allein noch nichts. Faktoren wie Beleuchtung, Klima und Genetik spielen weiterhin eine große Rolle. Trotzdem zeigt die Praxis, dass ein sauber aufgebautes Kronendach beim Scrogging oft etwas höhere Erträge ermöglicht, da mehr Blütenstände aktiv zur Ernte beitragen.

ScrOG Indoor vs Outdoor

Growart ScrOG geeignet
Indoor sehr gut
Gewächshaus gut
Outdoor eingeschränkt

Outdoor-Pflanzen wachsen oft zu groß für ein Netzsystem.

Beim Vergleich zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau zeigt sich schnell, dass die ScrOG-Methode vor allem im Innenbereich ihre Stärken ausspielt. Ein ScrOG Grow funktioniert besonders gut in einer kontrollierten Umgebung, in der Licht, Klima und Platz genau gesteuert werden können. Indoor lässt sich das Netz, oft auch als Schirm bezeichnet, präzise über den Pflanzen positionieren, sodass die Triebe gleichmäßig verteilt werden und ein stabiles Blütendach entsteht.

Im Indoor-Grow können Grower den Abstand zwischen den Pflanzen exakt planen und so das volle Potenzial der Fläche ausschöpfen. Der zusätzliche Aufwand für das Training der Triebe lohnt sich hier besonders, da das Ergebnis meist ein gleichmäßiges Kronendach mit vielen gut beleuchteten Blütenständen ist.

Outdoor gestaltet sich ein ScrOG Grow dagegen deutlich schwieriger. Viele Sorten wachsen im Freiland sehr kräftig und können schnell die Höhe des Netzes überschreiten. Dadurch steigt der Aufwand, während der kontrollierte Aufbau eines stabilen Schirms im offenen Garten schwieriger umzusetzen ist.

Typische Fehler beim ScrOG

Fehler Folge
Netz zu hoch ungleichmäßiges Canopy
Blüte zu früh Netz nicht gefüllt
Blüte zu spät Überwucherung

Wie bei vielen Cannabis-Trainingstechniken können auch beim ScrOG-Grow einige typische Fehler auftreten. Gerade Anfänger unterschätzen manchmal, wie wichtig das richtige Timing und eine saubere Struktur während der Wachstumsphase sind. Besonders in einer kompakten Growbox kann ein falsch positioniertes Netz schnell zu Problemen führen. Wird das Netz zu hoch angebracht, entwickeln die Pflanzen häufig ungleichmäßige Triebe und das gewünschte Blütendach entsteht nur teilweise.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, die Blütephase zu früh einzuleiten. In diesem Fall bleibt ein Teil der Fläche ungenutzt und das Potenzial der Methode wird nicht vollständig ausgeschöpft. Wird die Blüte dagegen zu spät gestartet, können die Pflanzen das Netz überwuchern und das Training wird deutlich schwieriger.

Viele dieser Probleme lassen sich vermeiden, wenn Grower die Triebe regelmäßig kontrollieren und sanft umlenken. Techniken wie Low Stress Training oder anderes Stress Training helfen dabei, kräftige Sorten besser zu kontrollieren und das Wachstum gleichmäßig über die gesamte Fläche zu verteilen.

ScrOG vs Sea of Green (SOG)

ScrOG wird häufig mit der Sea-of-Green-Methode (SOG) verwechselt.

Beide Methoden verfolgen jedoch unterschiedliche Strategien.

Während ScrOG wenige Pflanzen stark trainiert, nutzt SOG viele kleine Pflanzen mit kurzer Vegetationsphase.

Vergleich ScrOG vs SOG

Faktor ScrOG Sea of Green
Pflanzenanzahl wenige viele
Vegetationsphase länger kurz
Training intensiv kaum
Wachstum horizontal vertikal
Ertrag pro Pflanze hoch niedrig
Ertrag pro Fläche hoch hoch

Beispiel Grow-Setups

Setup ScrOG SOG
1 m² Growfläche 2–4 Pflanzen 9–16 Pflanzen
Vegetationsphase 4–5 Wochen 1–2 Wochen

Die ScrOG-Methode wird häufig mit der Sea-of-Green-Technik (SOG) verwechselt, obwohl beide Anbaumethoden unterschiedliche Strategien verfolgen. Beim ScrOG-Grow werden nur wenige Pflanzen verwendet, die über einen längeren Zeitraum trainiert werden. Ziel ist es, ein gleichmäßiges Blütendach aufzubauen, indem die Triebe regelmäßig unter einem Netz verteilt werden. Dabei kommen oft Techniken wie Low Stress Training zum Einsatz, um die Triebe sanft zu lenken und ein breites Wachstum zu fördern.

Die Sea-of-Green-Methode verfolgt einen anderen Ansatz. Hier werden viele kleinere Pflanzen in einzelnen Töpfen dicht nebeneinander gestellt. Diese wachsen meist nur kurz in der vegetativen Phase, bevor bereits die Blütephase eingeleitet wird. Dadurch entsteht schnell eine gleichmäßige Blütenfläche, ohne dass intensives Training erforderlich ist.

Welche Methode besser geeignet ist, hängt stark von den verwendeten Sorten, dem verfügbaren Platz und dem gewünschten Growstil ab. Beide Systeme können ein hohes Ertragspotenzial bieten, unterscheiden sich jedoch deutlich im Arbeitsaufwand und im Umgang mit den einzelnen Pflanzen.

Warum ScrOG biologisch funktioniert

ScrOG verändert die Lichtverteilung innerhalb der Pflanze.

Wenn mehr Blätter direkt beleuchtet werden, steigt die Photosyntheseleistung.

Mehr Photosynthese bedeutet:

  • mehr Zuckerproduktion
  • mehr Energie für Blütenbildung

Das führt zu größeren und gleichmäßigeren Blüten.

Die ScrOG-Methode wirkt nicht nur auf die Form der Pflanzen, sondern beeinflusst auch grundlegende biologische Prozesse. Durch das gezielte Umlenken der Triebe entsteht ein gleichmäßiges Blätterdach, bei dem möglichst viele Blätter direkt von der Lichtquelle erreicht werden. In natürlichen Wachstumsformen beschatten sich Pflanzen häufig selbst, da dominante Haupttriebe einen Großteil des Lichts aufnehmen. Beim ScrOG wird dieses Problem reduziert, weil die Triebe auf eine einheitliche Höhe verteilt werden.

Durch die bessere Ausleuchtung können mehr Blattflächen aktiv an der Photosynthese teilnehmen. Dieser Prozess ist entscheidend für das Wachstum der Pflanzen, da hierbei aus Lichtenergie und Kohlendioxid energiereiche Zuckerverbindungen entstehen. Diese Zucker dienen der Pflanze als Energiequelle für Zellwachstum, Stoffwechselprozesse und die Bildung von Blüten.

Wenn ein größerer Teil der Pflanze effizient Photosynthese betreibt, steigt die verfügbare Energiemenge im gesamten Organismus. Dadurch können sich die Blütenstände gleichmäßiger entwickeln, was letztlich zu größeren und qualitativ hochwertigeren Blüten führt.

ScrOG aus der Praxis

Viele erfahrene Grower nutzen ScrOG, um LED-Growlampen zwischen 400 und 600 Watt optimal auszunutzen.

In optimierten Indoor-Setups kann ScrOG den Ertrag pro Quadratmeter um 20–40 % erhöhen.

Ein bekannter Experte für diese Technik ist der YouTuber Northern Scrogger, der detaillierte Tutorials zur ScrOG-Methode veröffentlicht. Seine Videos zeigen Schritt für Schritt, wie ein perfektes ScrOG-Canopy aufgebaut wird.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteil Nachteil
höhere Erträge pro Fläche mehr Arbeitsaufwand
optimale Lichtverteilung längere Vegetationsphase
gleichmäßige Buds Training notwendig

Die ScrOG-Methode bietet im modernen Cannabisanbau einige klare Vorteile, bringt jedoch auch einen gewissen Arbeitsaufwand mit sich. Der größte Vorteil liegt in der effizienten Nutzung der verfügbaren Growfläche. Durch das gleichmäßige Verteilen der Triebe entsteht ein stabiles Blütendach, wodurch das vorhandene Licht optimal genutzt wird. Viele Grower erreichen dadurch höhere Erträge pro Quadratmeter und eine gleichmäßigere Entwicklung der Blüten.

Dem gegenüber steht ein erhöhter Pflegeaufwand während der Wachstumsphase. Die Pflanzen müssen regelmäßig kontrolliert, gebogen und neu ausgerichtet werden. Außerdem verlängert sich häufig die Vegetationsphase, da die Pflanzen zunächst das Netz ausreichend füllen müssen, bevor die Blüte eingeleitet werden kann.

Fazit

Die ScrOG-Methode gehört zu den effektivsten Techniken im modernen Indoor-Cannabisanbau.

Durch gezieltes Training der Triebe entsteht ein gleichmäßiges Blütendach, das die Lichtleistung optimal nutzt.

Gerade in kleinen Growräumen oder bei begrenzter Pflanzenanzahl kann ScrOG helfen, das Maximum aus jeder Pflanze herauszuholen.

Wie funktioniert die SCROG-Technik?

Bei der ScrOG-Technik werden Cannabispflanzen durch ein Netz geführt, sodass Triebe horizontal wachsen und ein gleichmäßiges Blütendach entsteht.

Wann mit Scrog beginnen?

Meist beginnt ScrOG, wenn Pflanzen etwa 20–30 cm hoch sind.

Auf welcher Höhe steht das Scrog-Netz?

Das Netz wird normalerweise 20–40 cm über dem Substrat installiert.

Wie viele Pflanzen gibt es bei Scrog?

Typischerweise werden 1–4 Pflanzen pro Quadratmeter verwendet.

Ist ScrOG besser als LST?

LST ist einfacher umzusetzen, während ScrOG meist höhere Erträge ermöglicht.

Wie lange dauert ein ScrOG Grow?

Ein ScrOG Grow benötigt meist 3–5 Wochen Vegetationsphase, bevor die Blütephase beginnt.

HANS BRAINFOOD, Gründer, Agrarwissenschaften

Matthias Coufal

M.Sc. Agrarwissenschaften | Experte für Cannabis & Pflanzenbau | Mitgründer HANS Brainfood
Matthias Coufal hat Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim sowie Agrarmarketing und Management in Weihenstephan studiert. Bereits während seines Studiums hat er sich intensiv und wissenschaftlich mit der Pflanze Hanf beschäftigt – mit besonderem Fokus auf nachhaltigen Anbau, Inhaltsstoffe und Nutzungsmöglichkeiten.

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