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White Widow – Was ist das? Genetik, Wirkung & Anbau

Strains – Sozial Sativa-dominant Autoflowering Einsteiger

Kurz und knapp: Was ist White Widow?

White Widow ist eine der bekanntesten Cannabis-Sorten der Welt – ein ausgewogener Hybrid mit langer Geschichte, dichter Harzschicht und einem Effekt, der gesellig macht ohne zu überfordern. Die BudVoyage White Widow Automatic bringt diese Genetik in eine autoflowering Form: schneller, kompakter, auch für Einsteiger geeignet.

Typ
Autoflowering
Genetik
White Widow × Ruderalis · 50 % Sativa / 40 % Indica / 10 % Ruderalis
Marke
BudVoyage
THC-Gehalt
ca. 14 %

CBD-Gehalt
Medium
Schwierigkeit
Einsteiger-geeignet
Aroma
Holzig, Erdig, Kiefer, Pfeffer, Muskat
Effekt
Entspannend, kreativ, gesellig
Klima
Gemäßigt / Kontinental
Blütezeit
6–8 Wochen
Ernte Outdoor
10–12 Wochen nach Keimung
Aussaat
April – August / Indoor ganzjährig
Ertrag Indoor
400–450 g/m²
Ertrag Outdoor
190–240 g/Pflanze
Höhe
Indoor 40–80 cm · Outdoor 80–110 cm

Was ist White Widow?

Es gibt Cannabis-Sorten, die kommen und gehen. Und dann gibt es White Widow. Seit den 1990er-Jahren ist sie in den Regalen jeder ernsthaften Samenbank zu finden – nicht weil sie gerade im Trend liegt, sondern weil sie seit Jahrzehnten konstant liefert. Sie war eine der ersten Sorten, die das Thema Harzproduktion ins Zentrum der Züchtung gerückt hat, und sie zeigte vielen Konsumenten in den Amsterdamer Coffeeshops erstmals, wie anders ein hochwertiger Strain sein kann.

1995 gewann sie den High Times Cannabis Cup. Nicht als Überraschungssieger, sondern weil sie zur damaligen Zeit einfach eine andere Liga spielte: dichte, weißlich bereiftе Blüten voller Trichome, ein klarer, energetischer Effekt und eine Robustheit im Anbau, die anderen Sorten fehlte. Der Name kommt genau daher – dieser weißlich-silberne Schimmer, den die Blüten in den letzten Wochen vor der Ernte entwickeln, sieht aus wie Reif auf einem Spinnennetz.

Die BudVoyage White Widow Automatic bei HANS Brainfood kombiniert die bewährte Original-Genetik mit dem selbstblühenden Mechanismus einer Ruderalis-Kreuzung. Das Ergebnis ist eine Sorte, die ohne Growzelt, ohne Lichtzeitschaltuhr und ohne jahrelange Erfahrung funktioniert – in 10 bis 12 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte.

Herkunft und Genetik

White Widow entstand durch die Kreuzung einer brasilianischen Sativa-Landrasse mit einer harzreichen Indica aus Südindien. Die Sativa brachte den klaren, anregenden Kopfeffekt mit, die Indica die körperliche Entspannung und die Fähigkeit, extrem viel Harz zu produzieren. Diese Kombination machte White Widow in den Niederlanden sofort zum Favoriten – erst in der Amsterdamer Szene, dann weltweit.

Weil die Genetik so stabil und ergiebig war, diente sie in den folgenden Jahrzehnten als Ausgangsmaterial für eine ganze Generation weiterer Sorten: White Russian, White Rhino, Blue Widow und The White gehen alle direkt auf sie zurück.

Die BudVoyage White Widow Automatic kreuzt dieses Original mit einer Ruderalis-Linie. Ruderalis ist ein Ökotyp von Cannabis – durch klimatische Anpassung in Zentralasien und Russland entstanden. Diese Pflanzen blühen nach Alter, nicht nach Lichtzyklus – genau das macht aus einer fotoperiodischen Sorte eine Autoflower.

Der Ruderalis-Anteil liegt bei 10 % – das ist der Richtwert für eine sauber gezüchtete Autoflower. Sorten mit deutlich weniger Ruderalis verlieren genetische Stabilität beim automatischen Blüteverhalten; mehr als nötig zieht das Wirkstoffpotenzial unnötig nach unten. Das Gesamtverhältnis: 50 % Sativa · 40 % Indica · 10 % Ruderalis – leicht sativa-lastig, was sich direkt im Effektprofil zeigt.

Wirkung und Effektprofil

White Widow ist keine Sorte, die sediert. Sie gehört zu den Strains, die aufhellen, öffnen und gesellig machen – deshalb steht sie in der Kategorie „Sozial". Mit 50 % Sativa-Anteil ist sie leicht sativa-lastig, und das spürt man: Der Kopfanteil macht gute Stimmung und regt zum Reden an, der Körperanteil bleibt entspannt im Hintergrund, ohne zu übernehmen.

Der Onset ist angenehm – kein harter Schlag, sondern ein gleichmäßiges Aufsteigen, das sich nach 10–15 Minuten voll entfaltet. Zuerst die Euphorie und erhöhte Gesprächsbereitschaft, dann die Indica-Seite als ruhige Entspannung im Körper. Mit 14 % THC liegt die Autoflower-Variante bewusst im moderaten Bereich – zugänglich für Einsteiger, ohne das Wirkungsprofil zu kompromittieren.

Wer die maximale Potenz einer White Widow sucht, greift zur feminisierten Variante, die je nach Phänotyp bis zu 25 % THC erreichen kann. Mögliche Nebenwirkungen bei zu hoher Dosierung: trockener Mund, trockene Augen, bei empfindlichen Personen gelegentlich Unruhe. Langsam einsteigen.

Aroma und Geschmack

White Widow schmeckt nach Cannabis. Das klingt banal, ist aber eine ehrliche Beschreibung: Im Zeitalter von Candy-Sorten und Tropicalfrüchte-Hybriden hat White Widow ein Profil, das an die Wurzeln erinnert.

Der Grundton ist holzig und erdig, mit einer harzigen Kiefernote, die schon beim Öffnen der Verpackung deutlich wird. Dazu kommen Mittelnoten aus Pfeffer und Muskat – würzig, leicht scharf, mit einer gewissen Tiefe. Im Abgang bleibt der rauchige, kräftige Charakter erhalten, ohne fruchtig zu werden. Wer beim Zerreiben der Blüten genau hinhört, merkt wie der Harzgehalt die Aromen intensiviert – ein direktes Zeichen für das, was White Widow seit Jahrzehnten auszeichnet.

Beim Indoor-Grow ist die Geruchsentwicklung in der zweiten Hälfte der Blüte deutlich präsent. Ein Aktivkohlefilter ist keine optionale Ergänzung, sondern Grundausstattung für jeden diskreten Grow.

Terpenprofil: Myrcen, Caryophyllen, Pinen

Drei Terpene prägen den Charakter von White Widow maßgeblich:

Myrcen
Das häufigste Terpen in Cannabis. Hauptverantwortlich für den erdigen, moschusartigen Grundcharakter. Hält den Effekt geerdet und sorgt dafür, dass der Indica-Anteil spürbar bleibt, ohne zu dominieren.
Caryophyllen
Das einzige Terpen, das direkt an CB2-Rezeptoren binden kann. Verantwortlich für die pfeffrig-würzige Note. Gibt White Widow den charakteristischen Biss, der es von rein erdigen Strains unterscheidet.
Pinen (α-Pinen)
Bekannt aus Kiefernnadeln und Rosmarin. Verleiht White Widow den frischen, harzigen Kieferduft und balanciert die würzige Tiefe der anderen Terpene aus.

White Widow Automatic anbauen

Aussaat

Indoor ist eine Aussaat das ganze Jahr möglich – als Autoflower braucht die Pflanze keinen Lichtwechsel. Outdoor beginnt die Saison zwischen April und August; früh gesäte Pflanzen haben mehr Zeit für eine kräftige Vegetationsphase und erreichen die angegebenen Erträge zuverlässiger.

Die Keimung läuft über die Wasserglas-Methode: Samen 12–24 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen, bis die Keimwurzel sichtbar wird oder die Schale aufplatzt. Dann erst ins feuchte Substrat setzen. Die Keimgarantie von HANS Brainfood gilt ausschließlich für diese Methode.

Die ersten Wochen

In den ersten drei bis fünf Wochen entwickelt die Pflanze Blattmasse, Seitentriebe und Stammdicke. Temperatur: 20–26 °C, Luftfeuchtigkeit: 50–70 %. Eine gute Anzuchterde versorgt den Keimling in dieser Phase ohne zusätzliche Nährstoffe. Ab dem automatischen Übergang in die Blüte Luftfeuchtigkeit auf 40–50 % senken, Stickstoffanteil reduzieren, Phosphor und Kalium erhöhen.

Indoor

Die Blütezeit liegt bei 6–8 Wochen. Indoor erreicht die Pflanze 40–80 cm – kompakt genug für ein kleines Zelt oder ein Fensterbrett. LST (Low Stress Training) lohnt sich: Den Haupttrieb früh leicht herunterbinden, damit Seitentriebe gleichmäßig Licht bekommen. Das ist der einzige Trainingseingriff, der bei Autoflowern wirklich Sinn ergibt – Topping oder Fimming riskiert mehr Ertragsverlust als Gewinn, weil der Erholungsspielraum zu klein ist. Lichtzyklus 18/6h über den gesamten Zyklus.

Outdoor

Im Freien wächst die White Widow Automatic auf 80–110 cm und produziert 190–240 g/Pflanze. Bei Aussaat im Mai ist die Ernte bereits im August oder September fällig. Fotoperiodische Sorten reifen erst im Oktober – genau dann, wenn in Deutschland die Nächte feuchter werden und das Schimmelrisiko durch Botrytis stark ansteigt. Wer eine Autoflower anbaut, umgeht dieses Risiko fast vollständig.

Ernte

Die Gesamtzeit von der Keimung bis zur Ernte liegt bei 10–12 Wochen. Den Erntezeitpunkt am besten über die Trichomfarbe bestimmen: Milchig-weiße Trichome bedeuten maximalen THC-Gehalt, bernsteinfarbene zeigen an, dass THC bereits zu CBN abbaut – die Wirkung wird dann schwerer und sedierender. Für das typische White-Widow-Profil lohnt sich die Ernte bei überwiegend milchig-weißen Trichomen mit einzelnen bernsteinfarbenen.

Indoor
400–450 g/m²
Höhe 40–80 cm · Blüte 6–8 Wo. · 18/6h Schema · LST empfohlen
Outdoor
190–240 g/Pflanze
Höhe 80–110 cm · Ernte 10–12 Wo. nach Keimung · Aussaat April–August · gemäßigtes Klima

White Widow und bekannte Nachkommen

White Widow ist einer der genetisch wichtigsten Strains in der modernen Cannabis-Züchtung. Viele der heute bekanntesten Sorten tragen White-Widow-Genetik in sich – direkt oder über Zwischengenerationen.

  • White Russian – Kreuzung aus White Widow und AK-47. Gilt als eine der potentesten Sorten ihrer Entstehungszeit, mehrfache Cannabis Cup-Gewinnerin.
  • White Rhino – Indica-betonter Abkömmling mit dichterem Wuchs, höherem Ertrag und stärkerer Körperwirkung. Kompakter als das Original.
  • Blue Widow – Verbindet die Harzproduktion der White Widow mit dem fruchtigen Blueberry-Aroma. Ähnliches Effektprofil, anderes Aroma.
  • The White – Trichomproduktion auf absolutem Spitzenniveau, kaum Eigenaromen. Für alle, die das Harz-Potenzial der White-Widow-Linie auf die Spitze treiben wollen.

Für wen ist White Widow geeignet?

White Widow Automatic passt für alle, die einen robusten, unkomplizierten Einstieg in den Eigenanbau suchen – ob auf dem Balkon, im Garten oder in einem kleinen Growzelt. Die kurze Gesamtlaufzeit von 10–12 Wochen macht sie auch für alle attraktiv, die keine langen Vegetationsphasen managen möchten oder einfach schnell ernten wollen.

Beim Konsum bietet der moderate THC-Gehalt von 14 % einen zugänglichen Einstieg in das White-Widow-Profil: gesellig, entspannend, kreativ – ohne die Intensität, die hochpotente feminisierte Varianten haben können. Viele Nutzer greifen tagsüber oder am frühen Abend zu White Widow, wenn sie Entspannung suchen, ohne träge zu werden.

Wer gezielt einen starken Abend-Strain sucht, der zur Couch führt, liegt hier falsch. Dafür passt eine Indica-betonte Sorte wie Northern Lights oder Granddaddy Purple deutlich besser. Auch als Kreativ-Strain für intensive Einzelsessions ist White Widow nicht die erste Wahl – dafür gibt es Sativas wie Haze oder Amnesia.

Häufige Fragen zu White Widow

White Widow wirkt ausgewogen – körperlich entspannend und gleichzeitig leicht stimmungsaufhellend und gesellig. Der Kopfanteil macht gute Stimmung und regt zum Reden an, der Körperanteil bleibt entspannt im Hintergrund. Kein reiner Couch-Strain, kein reiner Kopf-Strain – White Widow sitzt dazwischen und das ist für viele Situationen genau der richtige Platz.
Die BudVoyage White Widow Automatic hat ca. 14 % THC – das liegt im mittleren Bereich. Die klassische feminisierte White Widow kann bis zu 25 % THC erreichen und ist damit deutlich potenter. Für Einsteiger ist die Automatic-Variante die richtigere Wahl; wer die volle Intensität der Genetik sucht, greift zur feminisierten Version.
Beim Anbau: ja, ohne Einschränkung. Die Autoflower-Variante ist eine der einsteigerfreundlichsten Sorten überhaupt – robust, kompakt, kein Lichtzyklus-Management. Beim Konsum: Der moderate THC-Gehalt macht sie zugänglich, aber langsam anfangen und die eigene Reaktion einschätzen bleibt ein guter Grundsatz.
HANS Brainfood verkauft Samen für den privaten Eigenanbau nach KCanG – keine medizinischen Produkte. Für medizinische Anwendungen ist eine Beratung durch Fachpersonal notwendig. Im Glossar findest du Informationen zu Genetik, Wirkstoffen und Profilen verschiedener Strains.
Stark Indica-dominante Strains mit hohem Myrcen-Gehalt sind für ausgeprägte Entspannung und Müdigkeit bekannt: Northern Lights, Bubba Kush, Afghan und Granddaddy Purple zählen zu den bekanntesten Beispielen. White Widow gehört ausdrücklich nicht in diese Kategorie.
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