Die Wachstumsphase der Cannabispflanze: So legst du das Fundament für deine Ernte
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Inhalt
Die Wachstumsphase (vegetative Phase) ist eine der wichtigsten Entwicklungsperioden einer Cannabispflanze. In dieser Zeit entwickelt die Pflanze ihre Blattmasse, Wurzelstruktur und Pflanzenarchitektur, die später die Grundlage für Blütenbildung und Ertrag darstellt.
Während der vegetativen Phase laufen mehrere zentrale biologische Prozesse gleichzeitig ab:
Photosynthese zur Energieproduktion
Zellteilung und Zellstreckung für Wachstum
Wurzelentwicklung zur Wasser- und Nährstoffaufnahme
Je stabiler diese Phase verläuft, desto effizienter kann die Pflanze später in der Blütephase Biomasse, Harz und Terpene produzieren.
Die Wachstumsphase ist die Entwicklungsperiode, in der Cannabispflanzen ihre Struktur und Blattmasse aufbauen. Entscheidend für gesundes Wachstum sind:
ausreichend Licht und eine stabile Photoperiode
ein ausgeglichenes Klima aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit
eine stickstoffbetonte Nährstoffversorgung
ein gut entwickeltes Wurzelsystem
Wer diese Faktoren kontrolliert, schafft die Grundlage für hohe Erträge und stabile Pflanzen.
Die Wachstumsphase beginnt etwa 7–10 Tage nach der Keimung und dauert je nach Anbaumethode 3 bis 8 Wochen. Während dieser Zeit bildet die Pflanze neue Blätter, Seitentriebe und ein kräftiges Wurzelsystem. Ideale Bedingungen sind 18 Stunden Licht täglich, Temperaturen von 22–28 °C und eine Luftfeuchtigkeit von 50–70 %. Stickstoffreiche Nährstoffe fördern das Blattwachstum und sorgen für eine stabile Pflanzenstruktur.
Nach der Keimung bildet der Sämling zunächst eine Primärwurzel, die schnell in ein verzweigtes Wurzelsystem übergeht. Gleichzeitig beginnt die Pflanze mit der Bildung ihrer ersten echten Blätter.
Typische Entwicklungen in dieser Phase sind:
Bildung neuer Internodien
Wachstum von Seitentrieben
zunehmende Blattfläche für Photosynthese
Diese Struktur bestimmt später die sogenannte Canopy-Struktur, also die Verteilung der Blüten im Licht.
Entwicklungsbereich |
Funktion |
|---|---|
Wurzelwachstum |
Wasser- und Nährstoffaufnahme |
Blattbildung |
Energieproduktion durch Photosynthese |
Stängelwachstum |
Stabilität und Transport von Nährstoffen |
Nach der Keimung beginnt für die Cannabispflanze die vegetative Phase, eine zentrale Wachstumsphase, in der die Pflanze ihre grundlegende Struktur aufbaut. In dieser Phase entwickelt sich zunächst eine kräftige Primärwurzel, aus der sich nach und nach ein verzweigtes Wurzelsystem bildet. Dieses Wurzelsystem ermöglicht der Pflanze, Wasser und Nährstoffe effizient aus dem Substrat aufzunehmen.
Parallel dazu bildet Cannabis seine ersten echten Blätter. Mit zunehmender Blattfläche steigt die Fähigkeit der Pflanze zur Photosynthese, wodurch mehr Energie für weiteres Wachstum bereitgestellt wird. Während der vegetativen Phase entstehen außerdem neue Internodien und Seitentriebe, die die spätere Struktur der Pflanze bestimmen.
Mit fortschreitender Wachstumsphase der Cannabispflanze stabilisiert sich der Stängel, die Blattmasse nimmt zu und die Pflanze wächst kontinuierlich in Höhe und Breite. Diese Entwicklung bestimmt die spätere Canopy-Struktur, also die Verteilung der Blätter und späteren Blüten im Licht.
Eine gesunde Cannabispflanze zeigt klare Wachstumsmerkmale.
Merkmal |
Gesunde Pflanze |
|---|---|
Blattfarbe |
sattgrün |
Internodien |
kompakt |
Stängel |
stabil |
Wachstum |
gleichmäßig |
Woche |
Durchschnittliche Höhe |
|---|---|
Woche 1 |
3–5 cm |
Woche 2 |
5–10 cm |
Woche 3 |
10–30 cm |
Woche 4 |
20–50 cm |
Diese Werte können je nach Genetik, Lichtintensität und Substratqualität variieren.
Während der vegetativen Phase zeigt eine gesunde Cannabispflanze ein gleichmäßiges und stabiles Wachstum. Nach der Keimung beginnt die junge Pflanze, kontinuierlich neue Blätter und Triebe zu bilden. Eine kräftige Blattfarbe ist dabei ein wichtiger Indikator: Gesunde Cannabispflanzen besitzen meist sattgrüne Blätter, die auf eine aktive Photosynthese und eine ausreichende Nährstoffzufuhr hinweisen.
Auch die Struktur der Pflanze liefert Hinweise auf eine stabile Wachstumsphase der Cannabispflanze. Kompakte Internodien, also kurze Abstände zwischen den Blattknoten, deuten darauf hin, dass die Cannabis-Pflanze genügend Licht erhält. Gleichzeitig entwickelt sich ein stabiler Stängel, der die wachsende Blattmasse trägt und später die Blütenstände während der Blüte stützt.
Das Wachstum junger Hanfpflanzen verläuft in der Regel sehr dynamisch. Bereits wenige Wochen nach der Keimung können Cannabispflanzen deutlich an Höhe gewinnen, sofern sie ausreichend Stunden Licht pro Tag, Nährstoffe und ein stabiles Klima erhalten. Die tatsächliche Wachstumsgeschwindigkeit hängt jedoch stark von der Genetik, der Lichtintensität und der Qualität des Substrats ab.
Nicht alle Cannabispflanzen wachsen gleich schnell oder erreichen dieselbe Größe. Die Genetik bestimmt zahlreiche Eigenschaften der Pflanzenentwicklung.
Eigenschaft |
Einfluss |
|---|---|
Wuchshöhe |
kompakte oder große Pflanzen |
Internodien-Abstand |
dichte oder luftige Struktur |
Wachstumsgeschwindigkeit |
kurzer oder langer Vegetationszyklus |
Trainingsreaktion |
Anpassungsfähigkeit an Topping oder LST |
Typ |
Wachstum |
|---|---|
Indica-dominant |
kompakt, kurze Internodien |
Sativa-dominant |
hoch wachsend, größere Internodien |
Hybride |
Mischung beider Eigenschaften |
Diese genetischen Unterschiede beeinflussen auch die optimale Trainingsstrategie und Vegetationsdauer.
Das Wachstum einer Cannabispflanze wird stark durch ihre genetischen Eigenschaften bestimmt. Obwohl die grundlegenden Entwicklungsprozesse bei Cannabis gleich sind, unterscheiden sich einzelne Sorten deutlich in ihrer Wuchsform, Geschwindigkeit und Struktur. Diese genetischen Unterschiede zeigen sich besonders während der vegetativen Phase, in der die Pflanze ihre Architektur aufbaut. Bereits vom Keimling an lässt sich beobachten, dass sich verschiedene Genetiken unterschiedlich entwickeln.
Ein zentraler Faktor ist die Wuchshöhe. Einige Sorten bleiben kompakt und buschig, während andere Pflanzen in der Wachstumsphase deutlich stärker in die Höhe wachsen. Besonders Sativa Sorten sind bekannt für ihr starkes Höhenwachstum und größere Abstände zwischen den Blattknoten. Auch der Abstand zwischen den Blattknoten, die sogenannten Internodien, wird genetisch beeinflusst. Kurze Internodien führen zu einer dichteren Pflanzenstruktur, während größere Abstände eine offenere Wuchsform erzeugen.
Die Genetik beeinflusst außerdem die Geschwindigkeit, mit der sich eine Cannabispflanze in der vegetativen Phase entwickelt. Manche Sorten benötigen eine längere Wachstumsphase, um ihre volle Größe zu erreichen, während andere Pflanzen schneller wachsen und früher in die nächste Phase übergehen können. Diese Unterschiede spielen sowohl im Cannabisanbau im Freiland als auch in kontrollierten Umgebungen wie einem Gewächshaus eine wichtige Rolle.
Diese genetischen Eigenschaften bestimmen letztlich auch, wie gut eine Pflanze auf Trainingsmethoden reagiert und wie lange die Wachstumsphase der Cannabispflanze optimal dauern sollte.
Cannabis reagiert empfindlich auf Umweltfaktoren. Besonders wichtig sind:
Lichtintensität
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
CO₂-Konzentration
Diese Faktoren bestimmen gemeinsam die Photosyntheseleistung und Wachstumsgeschwindigkeit.
Damit Cannabis gesund wachsen kann, benötigt die Pflanze während der vegetativen Phase stabile Umweltbedingungen. In dieser Wachstumsphase der Cannabispflanze bestimmen vor allem Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die CO₂-Konzentration, wie effizient die Pflanze Energie produziert und Biomasse aufbaut.
Nach der Keimung und der anschließenden Sämlingsphase beginnt die eigentliche Wachstumsphase, in der die junge Pflanze aktiv neue Blätter, Triebe und Wurzeln bildet. In dieser Phase ist eine ausreichende Versorgung mit Licht besonders wichtig. Indoor erhalten Cannabis-Pflanzen typischerweise etwa 18 Stunden Licht pro Tag, um lange Sommertage zu simulieren und ein kontinuierliches Wachstum zu fördern.
Neben der Lichtmenge spielt auch das Klima eine zentrale Rolle. Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen den Wasserhaushalt der Pflanze und steuern Prozesse wie Transpiration und Nährstofftransport. Gleichzeitig benötigt Cannabis ausreichend CO₂, da dieses Gas eine wichtige Grundlage für die Photosynthese bildet.
Sind diese Faktoren während der Wachstumsphase gut abgestimmt, kann sich die Pflanze optimal entwickeln und ausreichend Struktur für die spätere Blüte aufbauen.
Die Lichtintensität wird häufig über PPFD (Photosynthetic Photon Flux Density) gemessen.
Phase |
PPFD |
DLI |
|---|---|---|
Sämling |
100–300 µmol/m²/s |
6–10 |
Vegetative Phase |
300–600 µmol/m²/s |
20–35 |
Vorblüte |
500–700 µmol/m²/s |
35–45 |
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Licht, Temperatur und CO₂ ermöglicht maximale Photosyntheseleistung.
Licht ist einer der wichtigsten Faktoren im Anbau von Cannabis, da es direkt die Photosynthese und damit das Wachstum der Blätter, Triebe und des Stängels beeinflusst. Besonders während der vegetativen Phase bestimmt die Lichtintensität, wie schnell sich die Pflanze entwickelt und wie stabil ihre Struktur wird. Um Licht im modernen Cannabis-Anbau präzise zu messen, werden häufig die Werte PPFD und DLI verwendet.
Der PPFD-Wert (Photosynthetic Photon Flux Density) beschreibt, wie viele photosynthetisch aktive Lichtteilchen pro Sekunde auf eine bestimmte Fläche treffen. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Energie steht der Pflanze für die Photosynthese zur Verfügung. Der DLI-Wert (Daily Light Integral) beschreibt hingegen die gesamte Lichtmenge, die eine Pflanze innerhalb eines Tages erhält.
Während der frühen Entwicklungsphase, wenn aus Cannabissamen junge Pflanzen entstehen, benötigen die empfindlichen Blätter zunächst moderates Licht. Mit zunehmendem Wachstum kann die Lichtintensität schrittweise erhöht werden, sodass sich Stängel, Blattmasse und Wurzeln kräftig entwickeln. Eine gut abgestimmte Beleuchtung sorgt dafür, dass sich die Pflanze während ihres Lebenszyklus optimal entwickelt und später eine stabile Grundlage für die Ernte bildet.
Der Vapor Pressure Deficit (VPD) beschreibt die Differenz zwischen der Luftfeuchtigkeit und der Feuchtigkeit in den Blattzellen.
Er beeinflusst:
Transpiration
Wasseraufnahme
Nährstofftransport
Phase |
Temperatur |
Luftfeuchtigkeit |
VPD |
|---|---|---|---|
Sämling |
24 °C |
70 % |
0,4–0,8 kPa |
Wachstum |
25 °C |
60 % |
0,8–1,2 kPa |
Vorblüte |
26 °C |
55 % |
1,2–1,4 kPa |
Ein stabiles Klima spielt eine zentrale Rolle für ein gesundes Wachstum von Cannabis, besonders beim Indoor Grow. Neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit wird im modernen Indoor-Anbau zunehmend der sogenannte VPD-Wert (Vapor Pressure Deficit) berücksichtigt. Dieser beschreibt die Differenz zwischen der Feuchtigkeit der Umgebungsluft und der Feuchtigkeit innerhalb der Blattzellen der Pflanze und beeinflusst damit wichtige Prozesse im gesamten Wachstumszyklus.
Der VPD-Wert wirkt sich direkt auf grundlegende Vorgänge des Pflanzenwachstums aus. Dazu gehören vor allem die Transpiration, also die Verdunstung von Wasser über die Blätter, sowie die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen aus der Erde. Über diesen Mechanismus steuert die Pflanze auch ihre innere Versorgung, da gelöste Mineralstoffe mit dem Wasserstrom durch den Pflanzenkörper transportiert werden.
Gerade im Indoor Grow oder in einer Growbox lassen sich diese Faktoren präzise kontrollieren. Moderne Klimasteuerungen, geeignete LED Lampen und eine gut abgestimmte Position der Lampe helfen dabei, Temperatur und Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Wenn diese Werte optimal eingestellt sind, kann Cannabis während des gesamten Wachstums effizient Energie nutzen und eine stabile Pflanzenstruktur entwickeln.
Ein ausgewogener VPD-Wert sorgt somit dafür, dass die Pflanze alles erhält, was sie für ein gesundes Wachstum benötigt. Wird das Klima über den gesamten Wachstumszyklus hinweg richtig gesteuert, erhöht sich langfristig auch die Wahrscheinlichkeit auf eine qualitativ hochwertige Ernte und den gewünschten Erfolg beim Grow.
Während der vegetativen Phase expandiert das Wurzelsystem stark. Eine gesunde Root-Zone ist entscheidend für stabile Pflanzen.
Faktor |
Wirkung |
|---|---|
lockeres Substrat |
Sauerstoffversorgung |
Mykorrhiza |
bessere Nährstoffaufnahme |
Drainage |
verhindert Staunässe |
ausreichend Topfvolumen |
Wurzelraum für Wachstum |
Ein starkes Wurzelsystem ist die Basis für gesundes Wachstum jeder Cannabispflanze. Besonders in der vegetativen Phase entwickelt sich unter der Oberfläche ein immer dichteres Netz aus Haupt- und Seitenwurzeln. Diese sogenannte Root-Zone versorgt die Pflanze mit Wasser, Mineralstoffen und Sauerstoff und bildet damit die Grundlage für stabiles Pflanzenwachstum.
Gerade im Indoor-Anbau spielt die Qualität des Substrats eine entscheidende Rolle. Ein lockeres Substrat sorgt dafür, dass ausreichend Sauerstoff an die Wurzeln gelangt. Gleichzeitig verhindert eine gute Drainage, dass sich Wasser im Wurzelbereich staut. Staunässe kann das Wachstum stark bremsen und langfristig zu Wurzelschäden führen.
Mikroorganismen wie Mykorrhiza unterstützen zusätzlich die Aufnahme von Nährstoffen und verbessern die Ernährung der Pflanze. Sie erweitern die effektive Wurzeloberfläche und helfen dabei, Mineralstoffe aus dem Substrat besser verfügbar zu machen. In Kombination mit ausreichend Topfvolumen entsteht so ein stabiles Wurzelsystem, das während der gesamten Wachstumsphase effizient arbeitet.
Wenn sich die Wurzeln optimal entwickeln, erhält die Pflanze alles, was sie für kräftiges Wachstum benötigt von Wasser über Mineralstoffe bis hin zu stabilen Bedingungen für die spätere Blütephase.
Während der Wachstumsphase wachsen die Wurzeln sehr schnell. Wenn der Topf zu klein wird, kann das Wachstum stagnieren.
Typische Anzeichen:
Wurzeln wachsen aus Drainagelöchern
Substrat trocknet sehr schnell
verlangsamtes Wachstum
Phase |
Topfvolumen |
|---|---|
Sämling |
0,5–1 L |
frühe Vegetation |
3–5 L |
Vegetative Phase |
7–15 L |
Während der Wachstumsphase entwickelt sich das Wurzelsystem einer Cannabispflanze sehr schnell. Wenn der vorhandene Topf zu klein wird, kann das Wachstum der Pflanze eingeschränkt werden, da den Wurzeln nicht mehr genügend Raum zur Verfügung steht. In diesem Fall lohnt sich ein rechtzeitiges Umtopfen, damit sich die Pflanze weiterhin stabil entwickeln kann.
Ein typisches Anzeichen dafür ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern des Topfes wachsen oder das Substrat nach dem Gießen ungewöhnlich schnell austrocknet. Auch ein verlangsamtes Wachstum kann darauf hinweisen, dass der Wurzelraum begrenzt ist. Durch einen größeren Topf erhalten die Wurzeln wieder mehr Platz, wodurch sich Wasser und Nährstoffe besser aufnehmen lassen.
Die optimale Topfgröße hängt von der Hanfsorte, der geplanten Dauer der vegetativen Phase und dem verfügbaren Platz ab. Sorten mit stärkerem Wachstum haben oft einen höheren Anspruch an das Wurzelvolumen. Wird der Wurzelraum frühzeitig erweitert, kann sich die Pflanze besser entwickeln, was sich später häufig positiv auf den Ertrag auswirkt.
Cannabispflanzen nutzen Kohlendioxid (CO₂) als Kohlenstoffquelle für die Photosynthese.
CO₂ Konzentration |
Wirkung |
|---|---|
400 ppm |
normales Wachstum |
600–800 ppm |
leicht erhöhtes Wachstum |
1000–1200 ppm |
maximales Wachstum bei hoher Lichtintensität |
Eine erhöhte CO₂-Konzentration wirkt jedoch nur dann effektiv, wenn gleichzeitig ausreichend Licht und Nährstoffe vorhanden sind.Kohlendioxid (CO₂) ist ein zentraler Bestandteil der Photosynthese und hat daher einen entscheidenden Einfluss im vegetativen Wachstum von Cannabis. Während der Vegetation nutzt die Pflanze CO₂ als Kohlenstoffquelle, um aus Lichtenergie, Wasser und Mineralstoffen neue Biomasse aufzubauen. Dieser Prozess ist entscheidend für die Entwicklung von Blättern, Trieben und Wurzeln.
Unter natürlichen Bedingungen liegt die CO₂-Konzentration in der Luft bei etwa 400 ppm, was für ein normales Wachstum der Pflanze ausreicht. In kontrollierten Umgebungen kann eine erhöhte CO₂-Konzentration jedoch das vegetative Wachstum beschleunigen und langfristig den möglichen Ertrag steigern. Besonders bei intensiver Beleuchtung reagieren viele Pflanzen positiv auf höhere CO₂-Werte.
Allerdings steigt mit einer CO₂-Anreicherung auch der Anspruch der Pflanze an Licht, Wasser und Nährstoffe. Nur wenn diese Faktoren ausgewogen sind, kann Cannabis das zusätzliche CO₂ effizient nutzen. Auch die Hanfsorte und die geplante Dauer der Vegetationsphase beeinflussen, wie stark eine Pflanze auf erhöhte CO₂-Werte reagiert.
Während der Wachstumsphase benötigt Cannabis vor allem Stickstoff (N).
Stickstoff ist Bestandteil von:
Chlorophyll
Aminosäuren
Proteinen
Dadurch unterstützt er direkt die Photosynthese und Blattentwicklung.
Während der Wachstumsphase benötigt Cannabis eine ausgewogene Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, um neue Blätter, Triebe und Wurzeln aufzubauen. Besonders wichtig ist in dieser Phase der Nährstoff Stickstoff (N). Er spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel der Pflanze und ist ein wesentlicher Bestandteil von Chlorophyll, Aminosäuren und Proteinen.
Nach der Keimung und der anschließenden Sämlingsphase beginnt die Pflanze zunehmend mehr Nährstoffe aufzunehmen. Stickstoff unterstützt dabei vor allem die Bildung neuer Blattmasse, da er direkt an der Produktion von Chlorophyll beteiligt ist. Dieses grüne Pflanzenpigment ermöglicht die Photosynthese, bei der Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt wird.
Eine ausreichende Stickstoffversorgung sorgt daher für kräftige Blätter und ein stabiles Wachstum. Gleichzeitig sollte jedoch darauf geachtet werden, die Pflanze nicht zu überdüngen. Ein ausgewogenes Nährstoffangebot während der Wachstumsphase schafft die Grundlage für eine gesunde Entwicklung und bereitet die Pflanze optimal auf die spätere Blüte vor.
Phase |
Verhältnis |
|---|---|
Sämling |
2-1-2 |
Wachstum |
3-1-2 |
Vorblüte |
2-2-2 |
Neben Makronährstoffen benötigt die Pflanze auch Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen. Der Nährstoffbedarf einer Cannabispflanze verändert sich im Laufe ihres Lebenszyklus. Besonders während der frühen Entwicklung benötigt die junge Pflanze nur geringe Mengen an Nährstoffen. In diesem Stadium steht vor allem die Entwicklung des Wurzelsystems und der ersten echten Blätter im Vordergrund.
Mit zunehmendem Wachstum steigt jedoch der Bedarf an Stickstoff (N) deutlich an. Dieser Makronährstoff fördert die Bildung neuer Blattmasse und unterstützt die Photosynthese. Deshalb enthalten viele Dünger für die Wachstumsphase ein NPK-Verhältnis mit erhöhtem Stickstoffanteil. Dadurch kann die Pflanze kräftige Triebe, stabile Stängel und eine größere Blattfläche entwickeln.
Kurz vor der Blüte verschiebt sich der Nährstoffbedarf allmählich. Der Stickstoffanteil wird etwas reduziert, während andere Makronährstoffe an Bedeutung gewinnen. Neben den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium benötigt die Pflanze außerdem wichtige Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen, die zahlreiche Stoffwechselprozesse unterstützen und zur stabilen Entwicklung beitragen.
Trainingstechniken verbessern die Canopy-Struktur und erhöhen die Lichtausbeute.
Methode |
Effekt |
|---|---|
Topping |
Aufteilung des Haupttriebs |
LST |
horizontales Wachstum |
SCROG |
gleichmäßige Blütenfläche |
Diese Methoden sorgen dafür, dass mehr Blütenstände im optimalen Lichtbereich wachsen.
Während der Vegetationsphase lässt sich das Wachstum von Hanf gezielt beeinflussen. Durch verschiedene Trainingstechniken kann die natürliche Struktur der Pflanze angepasst werden, sodass Licht gleichmäßiger auf alle Triebe verteilt wird. Das Ziel dieser Maßnahmen ist eine optimale Canopy-Struktur, bei der möglichst viele Blütenstände im gut beleuchteten Bereich der Pflanze entstehen.
Solche Eingriffe erfolgen erst, wenn die Pflanze stabil genug entwickelt ist. In der frühen Sämlingsphase sollte Hanf noch nicht trainiert werden, da sich die Pflanze zunächst auf Wurzelbildung und Blattentwicklung konzentriert. Erst später im Lebenszyklus, wenn mehrere Blattknoten vorhanden sind, können Methoden wie Topping, LST oder SCROG eingesetzt werden.
Beim Topping wird der Haupttrieb gekappt, wodurch sich mehrere neue Haupttriebe bilden. LST (Low Stress Training) lenkt das Wachstum durch vorsichtiges Biegen der Triebe in eine horizontale Richtung. Beim SCROG wird die Pflanze durch ein Netz geführt, um eine möglichst gleichmäßige Blütenfläche zu erzeugen. Diese Techniken helfen, das vorhandene Licht effizienter zu nutzen und das Wachstum während der Vegetationsphase optimal zu steuern.
Sämling unter moderates Licht stellen (PPFD etwa 200).
Nach 10–14 Tagen umtopfen.
Luftfeuchtigkeit schrittweise reduzieren.
Stickstoffbetonte Nährstoffe einsetzen.
Training ab der 4.–5. Nodienstufe beginnen.
Lichtintensität langsam erhöhen.
Eine erfolgreiche Wachstumsphase der Cannabispflanze entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das abgestimmte Zusammenspiel von Licht, Klima, Nährstoffzufuhr und Pflanzenstruktur. Direkt nach der Sämlingsphase sollte der junge Hanf zunächst unter moderatem Licht stehen. Eine PPFD von etwa 200 reicht in diesem Stadium meist aus, um die Pflanze stressarm an die Beleuchtung zu gewöhnen.
Nach etwa 10 bis 14 Tagen ist es sinnvoll, in einen größeren Topf umzusetzen, damit sich das Wurzelsystem ungehindert weiterentwickeln kann. Parallel dazu sollte die Luftfeuchtigkeit schrittweise reduziert werden, um die Pflanze an die Bedingungen der späteren Wachstumsphase anzupassen. Sobald der Nährstoffbedarf steigt, unterstützen stickstoffbetonte Dünger die Bildung von Blattmasse und Trieben.
Ab der vierten bis fünften Nodienstufe kann vorsichtig mit Training begonnen werden. Gleichzeitig wird die Lichtintensität langsam erhöht. So entwickelt die Pflanze eine stabile Struktur und schafft optimale Voraussetzungen für die spätere Blüte.
Symptom |
mögliche Ursache |
|---|---|
langsames Wachstum |
zu wenig Licht |
gelbe Blätter |
Stickstoffmangel |
lange Internodien |
schwache Beleuchtung |
dunkle Blätter |
Überdüngung |
Auch unter guten Bedingungen können während der Wachstumsphase Probleme auftreten. Die Cannabispflanze zeigt jedoch meist früh sichtbare Hinweise darauf, wenn etwas im Gleichgewicht von Licht, Feuchtigkeit oder Nährstoffen nicht stimmt. Wer diese Signale rechtzeitig erkennt, kann schnell reagieren und das Ergebnis des Grows deutlich verbessern.
Ein häufiges Symptom ist ein langsames oder stagnierendes Wachstum. In vielen Fällen liegt die Ursache in einer zu schwachen Beleuchtung oder einer ungünstigen Position der Pflanzen. Auch gelbe Blätter können auftreten, wenn der Pflanze wichtige Nährstoffe fehlen. Besonders ein Stickstoffmangel zeigt sich oft durch eine Aufhellung der unteren Blätter.
Sehr lange Internodien, also große Abstände zwischen den Blattknoten, deuten meist darauf hin, dass die Pflanze zu wenig Licht erhält. Dunkelgrüne oder sehr dunkle Blätter können hingegen ein Hinweis auf Überdüngung sein.
Die Qualität der Erde, die richtige Pflege von der Keimung der Cannabissamen bis zur Ernte sowie eine passende Dauer der Wachstumsphase beeinflussen entscheidend, wie gesund sich die Pflanze entwickelt.
Indoor-Grower lösen die Blüte durch eine Änderung der Photoperiode aus.
Typischer Zeitpunkt:
Pflanzenhöhe etwa 30–60 cm
mehrere Seitentriebe vorhanden
stabiles Wurzelsystem
Der neue Lichtzyklus lautet:
12 Stunden Licht / 12 Stunden Dunkelheit
In den ersten zwei Wochen der Blütephase tritt häufig der sogenannte Stretch auf.
Der Übergang von der Wachstumsphase zur Blüte ist ein entscheidender Schritt im gesamten Wachstumszyklus von Cannabis. Beim Indoor-Anbau wird dieser Wechsel gezielt durch eine Anpassung der Photoperiode ausgelöst. Während der vegetativen Phase erhalten die Pflanzen lange Beleuchtungszeiten, doch mit der Umstellung auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit wird die Blütenbildung aktiviert.
Der richtige Zeitpunkt für diesen Wechsel hängt von mehreren Faktoren ab. Eine Pflanzenhöhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern, mehrere gut entwickelte Seitentriebe und ein stabiles Wurzelsystem sind typische Anzeichen dafür, dass die Pflanze bereit für die nächste Phase ist. Auch die gewählte Sorte spielt eine Rolle, da einige Genetiken stärker wachsen oder sich während der Blüte deutlich strecken.
In den ersten ein bis zwei Wochen nach der Umstellung beginnt häufig der sogenannte Stretch. Dabei wächst die Pflanze noch einmal deutlich in die Höhe, bevor sie ihre Energie vollständig auf die Blütenbildung konzentriert. Wer diesen Zeitpunkt richtig wählt, schafft eine stabile Grundlage für einen erfolgreichen Grow und eine hochwertige Ernte.
Die Wachstumsphase bestimmt maßgeblich den späteren Ertrag einer Cannabispflanze. Ein stabiles Klima, ausreichend Licht und eine ausgewogene Nährstoffversorgung bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Blüte.
Geduld, Beobachtung und kleine Anpassungen sind dabei oft entscheidender als intensive Eingriffe.
Die Wachstumsphase ist eine entscheidende Entwicklungsperiode im Lebenszyklus von Cannabis. In dieser Zeit entwickelt sich aus einem kleinen Keimling eine stabile Pflanze mit kräftigen Wurzeln, einer großen Blattfläche und einer tragfähigen Struktur für die spätere Blüte. Wie gut sich die Pflanze in dieser Phase entwickelt, hat einen direkten Einfluss auf den späteren Ertrag.
Für ein gesundes Wachstum ist es wichtig, die grundlegenden Bedürfnisse der Pflanze zu verstehen. Ausreichend Licht, ein stabiles Klima, eine ausgewogene Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sowie genügend Raum für die Wurzelentwicklung bilden die Basis für eine starke Pflanzenstruktur.
Wer diese Faktoren im Blick behält und seine Pflanzen regelmäßig beobachtet, kann frühzeitig auf Veränderungen reagieren. Oft sind es kleine Anpassungen, die den größten Unterschied machen. Mit der richtigen Information, etwas Geduld und einer kontinuierlichen Pflege entwickelt sich aus dem Keimling nach und nach eine kräftige Cannabispflanze.
Die vegetative Phase dauert meist zwischen 3 und 8 Wochen. Die genaue Dauer hängt von der Sorte, der gewünschten Pflanzengröße, den Lichtbedingungen und der Anbaumethode ab. Indoor kann der Grower die Dauer gezielt steuern, indem er den Lichtzyklus anpasst.
Schnelles Wachstum entsteht durch ein gutes Zusammenspiel aus starker Beleuchtung, stabilem Klima, ausreichender Nährstoffversorgung und gesundem Wurzelsystem. Besonders wichtig sind eine passende Lichtintensität, ausreichend Stickstoff während der Wachstumsphase und ein lockeres Substrat mit guter Drainage.
Während der Sämlingsphase liegt der optimale VPD meist zwischen 0,4 und 0,8 kPa, in der vegetativen Phase zwischen 0,8 und 1,2 kPa und kurz vor der Blüte zwischen 1,2 und 1,4 kPa.
Die Lichtintensität bestimmt, wie viel Energie eine Pflanze für die Photosynthese nutzen kann. Sämlinge benötigen meist 100–300 µmol/m²/s, während Pflanzen in der Wachstumsphase etwa 300–600 µmol/m²/s optimal verwerten können.
Beliebte Methoden sind Topping, Low Stress Training (LST) und SCROG. Diese Techniken verbessern die Lichtverteilung im Blätterdach und sorgen dafür, dass mehr Blütenstände entstehen.
Ein Stickstoffmangel zeigt sich meist durch hellgrüne oder gelbliche Blätter, die zuerst an den unteren Pflanzenteilen auftreten. Gleichzeitig kann das Wachstum langsamer werden.
Eine gute Pflanzenstruktur entsteht durch ausreichend Licht, regelmäßiges Training und eine stabile Wachstumsphase. Ziel ist eine gleichmäßige Canopy-Struktur, damit möglichst viele Blüten im optimalen Lichtbereich wachsen.
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