Kurz und knapp: Was ist Super Silver Haze?
Super Silver Haze ist eine mehrfach ausgezeichnete, sativadominierte Sorte aus der Kreuzung von Skunk, Northern Lights und Haze – entwickelt von Green House Seeds. Sie liefert ein lang anhaltendes, aktivierendes High mit ausgeprägter geistiger Klarheit und Euphorie. Für viele Grower ist sie der Maßstab, wenn es um klassische Sativa-Erfahrungen geht.
Was ist Super Silver Haze?
Es gibt Sorten, die einfach nicht verschwinden. Super Silver Haze ist eine davon. Seit den späten 1990er Jahren gehört sie zu den bekanntesten Sativa-Strains weltweit – und das nicht ohne Grund. Green House Seeds gewann mit ihr drei Jahre in Folge den High Times Cannabis Cup, was für eine Sativa-Sorte bis dahin beispiellos war.
Was Super Silver Haze ausmacht, ist die Kombination aus klassischer Haze-Lineage und der Stabilisierung durch Skunk und Northern Lights. Das Ergebnis: eine Sorte mit dem energetischen Profil einer echten Haze, aber kürzerer Blütezeit und handhabbarerem Wuchs als ein reiner Haze-Phänotyp. Mit 18–23 % THC bewegt sie sich klar im oberen Segment – das sind keine Marketing-Zahlen, sondern tatsächlich spürbare Werte.
Als Steckling von BudVoyage kommt Super Silver Haze vital und sofort blühbereit – kein Anzuchtaufwand, direkter Einstieg in die Blüte. Wer klassische Sativa-Erfahrung sucht, ohne monatelange Blütezeiten in Kauf nehmen zu wollen, ist hier richtig.
Herkunft und Genetik
Super Silver Haze entstand in den Niederlanden. Das Zuchtprogramm von Green House Seeds in Amsterdam kombinierte drei Elternlinien, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Skunk bringt Robustheit, schnelles Wachstum und ein süßliches Grundaroma. Northern Lights ist der klassische, kompakte Indica mit harzreichen Blüten und stabiler Genetik. Haze ist das wilde Element – langsam, anspruchsvoll, aber mit einem cerebralen Effektprofil, das seinesgleichen sucht.
Die Kombination funktioniert, weil Skunk und Northern Lights die Haze-Genetik gewissermaßen erden. Die Blütezeit fällt auf 10–11 Wochen – ein echtes Zugeständnis an Grower, die nicht 14–16 Wochen auf reinen Haze warten wollen. Der Wuchs ist gleichzeitig gestreckt und kontrollierbar. Das ist das Handwerk dahinter.
Genetisch gesehen ist Super Silver Haze ein klassischer Sativa-Hybrid: 70 % Sativa, 30 % Indica. Kein Ruderalis-Anteil, kein Autoflower-Mechanismus. Photoperiodische Sorte, die auf Lichtveränderung reagiert und in der Blüte volle Kontrolle über den Grower voraussetzt.
Der Stamm wurde mehrfach repliziert und von verschiedenen Saatgutbanken als Lizenz weitergegeben. Die BudVoyage-Linie greift direkt auf die originale Green House Seeds Genetik zurück – eine der wenigen Möglichkeiten, authentisches SSH-Material in Deutschland legal zu beziehen.
Wirkung und Effektprofil
Super Silver Haze ist eine Tagessorte. Das ist ihr Kernmerkmal – und wer das ignoriert, wird überrascht sein. Der Effekt ist cerebral, klar und anhaltend. Nutzer beschreiben ihn als euphorisch, fokussierend, mit einer deutlichen Stimmungsaufhellung in den ersten 30–60 Minuten. Die Gedanken laufen, ohne in Überforderung zu kippen – vorausgesetzt, die Dosierung stimmt.
Der Indica-Anteil (30 %) macht sich nicht dominant bemerkbar, dämpft aber die Tendenz zur Rastlosigkeit, die reine Haze-Phänotypen manchmal mitbringen. Super Silver Haze bleibt trotz ihres Sativa-Charakters angenehm beherrschbar. Das High hält vergleichsweise lang – 2–3 Stunden sind realistisch, bei hohem THC-Eingang auch länger.
Für wen ist dieser Effekt nicht geeignet? Wer Entspannung und Abschalten sucht, ist mit einer Indica-Linie besser beraten. Super Silver Haze aktiviert, nicht sediert. Wer sensitiv auf cerebralen Sativa-Effekt reagiert oder bei hohen THC-Werten zu Grübelschleifen neigt, sollte die Sorte vorsichtig kennenlernen – oder ganz weglassen.
Aroma und Geschmack
Super Silver Haze riecht nach Zitrus. Das ist der erste Eindruck, und er hält. Frische Limettennoten dominieren den Geruch der Blüten, ergänzt durch eine würzige Tiefe, die an frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer erinnert. Im Hintergrund liegt eine süße Erdigkeit – fast blumig, eindeutig Haze-geprägt.
Im Geschmack ist SSH komplexer als das Aroma vermuten lässt. Zitrus bleibt präsent, wird aber von einer würzigen, leicht scharfen Note überlagert. Der Rauch oder Dampf ist weich, nicht beißend. Im Abgang bleibt eine angenehme Süße. Wer klassischen Haze kennt, erkennt das Profil sofort – es ist weniger blumig als reiner Haze, dafür zugänglicher.
Die Terpene machen hier den Unterschied: Limonen prägt den Geruch, Caryophyllen bringt die Würze, Myrcen legt den erdigen Untergrund. Kein Einzelterpen dominiert isoliert – es ist das Zusammenspiel, das SSH unverwechselbar macht.
Terpenprofil: Limonen, Myrcen, Caryophyllen
Super Silver Haze anbauen
Aussaat
Wer SSH als Samen bezieht, keimt über die Wasserglasmethode. Samen 12–24 Stunden in lauwarmes Wasser legen, bis die Keimwurzel sichtbar wird oder die Schale aufplatzt. Dann in feuchtes, nährstoffarmes Substrat setzen – nicht tiefer als 1 cm, feuchte Erde drüber, Wärme halten. Outdoor-Aussaat zwischen April und August, wenn kein Nachtfrost mehr droht.
Als BudVoyage-Steckling entfällt die Aussaatphase komplett. Die Pflanzen sind bewurzelt und können direkt ins finale Setup. Wichtig: Nach Erhalt sofort wässern, zwei Wochen nicht düngen – die Stecklinge sind bereits ausreichend versorgt. Direktdüngung in den ersten Wochen kann zu Salzschäden führen.
Die ersten Wochen
Super Silver Haze wächst schnell. In der Vegetationsphase zeigt sie den typischen Sativa-Wuchs: gestreckte Internodien, schmale Blätter, rasante Höhenentwicklung. Wer Indoor anbaut, sollte die Pflanzenhöhe früh kontrollieren – über Topping oder LST. Unbehandelt kann SSH Indoor in der Blüte noch deutlich strecken und Höhen von 150–180 cm erreichen.
Die Vegetationsphase kann kurz gehalten werden. SSH ist kein Kandidat für monatelange Veg-Phasen – das erhöht nur das Raummanagement-Problem in der Blüte. 3–4 Wochen Veg nach dem Aussetzen des Stecklings sind realistisch, bevor der Switch auf 12/12 sinnvoll ist.
Indoor
Indoor ist Super Silver Haze anspruchsvoll. Nicht schwierig im Sinne von empfindlich – aber sie stellt klare Anforderungen. Die langen Blütenrispeln brauchen gute Luftzirkulation, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ein Aktivkohlefilter ist beim Indoor-Grow kein Optional-Feature, sondern Voraussetzung: SSH riecht intensiv, der Duft trägt weit.
Erträge von 450–600 g/m² sind bei optimierter Umgebung realistisch. Temperatur tagsüber 22–26 °C, nachts nicht unter 18 °C. CO₂-Supplementierung zeigt bei SSH messbare Effekte auf Blütenentwicklung und Aroma. Blütezeit 10–11 Wochen ab Switch – wer zu früh erntet, verzichtet auf Potenz und Aroma.
Outdoor
Outdoor entfaltet Super Silver Haze ihr volles Potenzial. Die Ertragsangaben sprechen für sich: bis 1.500 g pro Pflanze sind unter optimalen Bedingungen möglich. Das setzt jedoch einen langen, warmen Sommer voraus – in Deutschland funktioniert das in der Regel in sonnigen, windgeschützten Südlagen.
SSH braucht Wärme, Licht und ausreichend Platz. Outdoor kann sie bis 180 cm hoch werden, breitet sich dabei aber auch deutlich aus. Frühzeitiges Anbinden und Stützen der Haupttriebe ist empfehlenswert, sobald die Blüten Gewicht bekommen. Ernte etwa 12 Wochen nach der Wurzelung des Stecklings – wer den Erntezeitpunkt an den Trichomen abliest, liegt auf der sicheren Seite.
In Deutschland ist Outdoor-Anbau nach § 3 Abs. 2 KCanG mit maximal 3 blühenden Pflanzen für Personen ab 18 Jahren zum privaten Eigenkonsum erlaubt.
Ernte
Der optimale Erntezeitpunkt liegt, wenn die Trichome überwiegend milchig-trüb sind, mit einem Anteil bernsteinfarben um die 20–30 %. Wer früher erntet, erhält einen leichteren, cerebaleren Effekt – wer länger wartet, verschiebt das Profil in Richtung körperlicher, entspannter. Nach der Ernte 10–14 Tage trocknen bei 60–70 % relativer Luftfeuchtigkeit und 18–22 °C, danach mindestens 4 Wochen curen. SSH profitiert vom Curing deutlich – Aroma und Rauchqualität verbessern sich spürbar.
Super Silver Haze und bekannte Nachkommen
Super Silver Haze gilt als eine der einflussreichsten Sativa-Züchtungen der letzten drei Jahrzehnte. Die Kombination aus Haze-Kultstatus und erreichbarer Blütezeit hat sie zur Referenzsorte für aktivierende Hybride gemacht – und direkt in die Ahnentafel einer ganzen Generation moderner Strains geführt.
- Amnesia Haze – Teilt den Haze-Ursprung, zeigt aber einen anderen Phänotyp. Weniger Skunk-Anteil, intensiverer cerebraler Effekt, längere Blütezeit.
- Neville's Haze – Reiner Haze-Phänotyp, Ursprungslinie eines Teils der SSH-Genetik. Extrem lang blühend, kaum Indoor-tauglich – SSH ist die domestizierte Variante.
- Silver Haze – Direkter Vorläufer. SSH ist die optimierte Weiterentwicklung mit stärkerem Skunk- und NL-Anteil für mehr Stabilität.
- Lemon Haze – Teilt das Zitrus-Terpenprofil, andere Genetik. Beliebter Vergleichsstrain für SSH-Einsteiger.
- Trainwreck – Ähnliches Effektprofil, andere Linie. Wird oft als Alternative für SSH-Fans genannt.
Für wen ist Super Silver Haze geeignet?
Super Silver Haze ist eine Sorte für Grower und Nutzer, die wissen was sie wollen. Der anspruchsvolle Indoor-Anbau – Höhe, Geruch, Blütezeit – erfordert Erfahrung und eine entsprechende Infrastruktur. Wer zum ersten Mal anbaut, wird mit einer kompakteren, kürzerer blühenden Sorte mehr Erfolg haben.
Für erfahrene Grower, die Platz, gute Belüftung und Geduld mitbringen, bietet SSH ein einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Erträge sind hoch, das Endprodukt unverwechselbar.
Wer Entspannung, körperliche Schwere oder eine Schlafsorte sucht – SSH ist das falsche Werkzeug. Wer tagsüber aktiv, fokussiert und in guter Stimmung sein will und einen klaren, anhaltenden Sativa-Effekt schätzt, findet in Super Silver Haze eine der besten verfügbaren Optionen.

