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Granddaddy Purple – Der Indica-Klassiker aus Kalifornien

Strains – Schläfrig Indica-dominant Feminisiert Mittel

Kurz und knapp: Was ist Granddaddy Purple?

Granddaddy Purple ist ein Indica-dominanter Kult-Strain aus Kalifornien – eine Kreuzung aus Purple Urkle und Big Bud, entwickelt 2003 von Ken Estes. Die Sorte ist bekannt für ihre tiefvioletten Blüten, das süß-traubige Aroma und einen schweren, körperlich entspannenden Effekt, der sie zur Referenz im Abend-Indica-Segment macht. Wer früh schlafen will, liegt hier richtig.

Typ
Indica 80 % / Sativa 20 %
Genetik
Purple Urkle × Big Bud
Marke
Blimburn Seeds (u. a.)
THC-Gehalt
ca. 17–23 %

CBD-Gehalt
< 1 %
Schwierigkeit
Mittel
Aroma
Traube, Beere, Süße, Erde
Effekt
Entspannend, schläfrig, körperschwer
Klima
Mediterran, warm-gemäßigt
Blütezeit
8–11 Wochen
Ernte Outdoor
Mitte Oktober
Aussaat
März–Mai
Ertrag Indoor
450–500 g/m²
Ertrag Outdoor
600–700 g/Pflanze
Höhe
Indoor 90–130 cm · Outdoor bis 200 cm

Was ist Granddaddy Purple?

Es gibt Cannabis-Sorten, die sofort erkennbar sind – noch bevor man sie geöffnet hat. Granddaddy Purple ist eine davon. Die tief-violetten Buds, das Aroma nach Waldbeeren und Trauben, der schwere Indica-Effekt: GDP ist keine generische Sorte. Sie ist ein Referenzpunkt.

Ken Estes entwickelte die Sorte 2003 in der San Francisco Bay Area. Sein Ziel war eine stabile, hochproduktive Indica-Kreuzung mit außergewöhnlicher Optik. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Granddaddy Purple etablierte sich innerhalb weniger Jahre als einer der gefragtesten Indica-Strains der USA – und ist bis heute in keiner ernsthaften Sortenübersicht wegzudenken.

Was GDP so besonders macht, ist nicht ein einzelnes Merkmal, sondern das Zusammenspiel: Die Anthocyan-Färbung der Blüten, das Terpenprofil mit dominantem Myrcen und Caryophyllen, der gleichmäßige Indica-Effekt ohne cerebralen Überhang. Das ist kein Zufall – das ist das Ergebnis einer gezielten Kreuzung aus zwei sehr unterschiedlichen Elternteilen.

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Herkunft und Genetik

Granddaddy Purple ist eine Kreuzung aus Purple Urkle und Big Bud. Beide Elternteile sind Indica-Klassiker – aber mit sehr unterschiedlichen Profilen, was GDP zu einer interessanten genetischen Kombination macht.

Purple Urkle ist eine alte kalifornische Indica-Linie, deren genaue Herkunft nicht eindeutig dokumentiert ist. Wahrscheinlich geht sie auf Mendo Purps zurück – eine Linie aus dem Mendocino County im Norden Kaliforniens, bekannt für Anthocyan-Produktion bei niedrigen Temperaturen und das ausgeprägte Trauben-Aroma. Purple Urkle liefert den Farb- und Aromaanteil von GDP.

Big Bud ist das Gegenstück: eine Amsterdam-Klassikerin, die in den 1980er Jahren gezielt auf Massenertrag gezüchtet wurde. Kompakte Struktur, sehr dichte schwere Buds, kurze Blütezeit. Von Big Bud erbt GDP die Produktivität und das dichte Blütenbild.

Das Ergebnis ist ein 80 % Indica / 20 % Sativa Hybrid, der die besten Eigenschaften beider Elternteile kombiniert: die Optik und das Terpenprofil von Purple Urkle, die Struktur und den Ertrag von Big Bud. Ken Estes veröffentlichte die Sorte 2003 – seitdem gehört GDP zu den stabilsten und meistkopierten Indica-Linien weltweit. Viele Züchter haben GDP als Ausgangspunkt für eigene Purple-Linien genutzt.

Wichtiger Hinweis zur Phänotyp-Varianz: GDP zeigt je nach Saatgutquelle und Anbaubedingungen unterschiedliche Ausprägungen. Das Terpenprofil kann variieren – manche Phänotypen sind deutlich traubenbetonter, andere erdiger. Die violette Färbung ist genetisch angelegt, tritt aber am stärksten bei Temperaturabfall in der Spätblüte auf.

Wirkung und Effektprofil

Granddaddy Purple ist eine Abendsorte. Das ist kein Marketingmerkmal – es ist die ehrlichste Kurzbeschreibung des Effekts. Der Indica-Anteil von 80 % dominiert vollständig. Wer GDP am frühen Nachmittag konsumiert und danach produktiv sein will, hat die falsche Sorte gewählt.

Der Effekt setzt körperschwer und entspannend ein. Muskeln entspannen sich spürbar, die Bewegungsfreude sinkt, das Gedankenkarussell verlangsamt sich. Nutzer beschreiben es oft als vollständiges Loslassen: kein Druck, keine Rastlosigkeit, kein Zwang zum Grübeln. Der Körper nimmt Kurs auf die Couch – und bleibt dort.

Auf mentaler Ebene ist GDP nicht sedierend im Sinne von „betäubt". Der Kopf bleibt klar genug für ruhige Unterhaltungen, Musik oder einen Film. Was wegfällt, ist die Anspannung. Viele Nutzer berichten, dass der Effekt nach 30–60 Minuten in Schläfrigkeit übergeht – was GDP zu einer der wenigen Sorten macht, die tatsächlich beim Einschlafen unterstützt.

Erfahrene Grower schätzen GDP als verlässliche Sorte mit vorhersehbarem Effektprofil. Keine cerebralen Überraschungen, keine Paranoia-Tendenzen bei moderater Dosierung. Das macht GDP auch für Einsteiger interessant – mit dem klaren Hinweis, die Dosierung langsam zu steigern. Der THC-Gehalt von bis zu 23 % ist kein Einstiegslevel.

Aroma und Geschmack

GDP riecht nach Trauben. Das klingt simpel – ist aber eine vollkommen präzise Beschreibung des Eröffnungsaromas. Wer die Blüten in der Hand hält, denkt unwillkürlich an Concord-Trauben oder Traubenbonbons aus der Kindheit. Süßlich, fruchtig, mit einem warmen Erduntergrund.

Beim näheren Riechen öffnet sich das Profil: Waldbeer-Noten treten hinzu, ein Hauch von Kiefernharz, und im Abgang liegt ein leicht moschusartiger, erdiger Ton. Frische und Tiefe gleichzeitig – das ist das Qualitätsmerkmal guter GDP-Phänotypen.

Der Geschmack beim Konsum ist süßer als das Aroma. Die Trauben-Note dominiert den Einatemzug, im Ausatemzug bleibt ein leicht erdiger, harzig-süßer Nachhall. Das Profil ist organisch und rund – keine Chemie, kein Chemiebaukasten-Geruch.

Terpenprofil: Myrcen, Caryophyllen, Pinen

Das Terpenprofil von GDP ist indica-typisch, aber durch den Purple Urkle-Anteil mit einem fruchtigen Akzent versehen. Die drei Hauptterpen erklären sowohl das Aroma als auch den Effektcharakter.

Myrcen
Das dominante Terpen. Erdige, leicht fruchtige Basis. Stark mit dem körperschweren Indica-Effekt assoziiert. Erklärt die sedierenden Eigenschaften von GDP, die über den THC-Effekt hinausgehen.
Caryophyllen
Würzig-pfefferig, das zweite Leitterpen. Das einzige Cannabis-Terpen, das direkt an CB2-Rezeptoren bindet. Trägt zur tiefen, körperlichen Komponente bei und ergänzt die erdige Basis des Aromas.
Pinen
Leichte Kiefernharz-Note im Hintergrund. Balanciert das süße Traubenprofil mit einem harzigen, waldartigen Akzent und rundet das Gesamtprofil von GDP ab.

Granddaddy Purple anbauen

Aussaat

GDP-Samen werden über die Wasserglasmethode gekeimt. Samen für 12 bis 24 Stunden in lauwarmes Wasser legen – bis die Keimwurzel sichtbar wird oder die Schale aufplatzt. Danach vorsichtig in feuchtes, nährstoffarmes Substrat setzen, maximal 1 cm tief. Kein direktes Sonnenlicht in dieser Phase, Temperatur konstant zwischen 20 und 25 °C halten.

Die ersten Wochen

In der Vegetationsphase wächst GDP kompakt und buschig – klassisch Indica. Die Pflanze verzweigt sich früh und baut eine breite, robuste Struktur auf. Auf starkes Strecken wie bei Sativa-dominanten Sorten braucht man nicht zu warten. GDP bleibt bodennah und entwickelt ab der dritten Woche ausgeprägte Seitentriebe.

Low Stress Training (LST) in der Veg-Phase zahlt sich aus: die natürlich buschige Struktur lässt sich gut auseinanderspreizen und maximiert die Lichtexposition der unteren Triebe. Topping ist möglich, sollte aber früh stattfinden – nicht nach der vierten Woche, da GDP sensibel auf späten Stress reagiert.

Indoor

Indoor ist GDP eine produktive, aber anspruchsvolle Pflanze. Die dichten Buds sind anfällig für Schimmel bei schlechter Luftzirkulation – ein Ventilator ist keine Option, sondern Grundvoraussetzung. Temperatur: 20–26 °C tagsüber, nicht unter 18 °C nachts. Relative Luftfeuchtigkeit in der Blüte auf unter 50 % senken, in der Spätblüte auf 40–45 %.

Blütezeit 8–11 Wochen nach Switch auf 12/12. LED-Anbau funktioniert gut – GDP reagiert dankbar auf gleichmäßige Lichtversorgung ohne Hitzestress. Die violette Färbung lässt sich Indoor durch kurze Kühlphasen (5–7 °C Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht) in der Spätblüte verstärken.

Outdoor

Outdoor entfaltet GDP ihre volle Größe: bis zu 200 cm Wuchshöhe, breite Fächer, massive Buds. Bevorzugter Standort: sonnig, warm, windgeschützt. In Deutschland funktioniert die Sorte an südexponierten Lagen – die Blütezeit von 8–11 Wochen ermöglicht eine Ernte vor dem ersten Frost.

Wer Outdoor in feuchten Regionen anbaut, sollte erhöhte Aufmerksamkeit auf Botrytis (Grauschimmel) richten. Die dichten Buds halten Feuchtigkeit – bei anhaltend feuchtem Herbstwetter kann das Ergebnis einige Wochen vor dem optimalen Erntezeitpunkt kippen. Frühzeitige Ernte bei Wetterverschlechterung ist dann das kleinere Übel.

Ernte

Optimaler Erntezeitpunkt: Trichome überwiegend milchig-trüb, mit 20–30 % bernsteinfarbenen. Wer den maximalen Sedativ-Effekt von GDP will, wartet auf den höheren Bernstein-Anteil. Wer etwas mehr Kopfklarheit bevorzugt, erntet früher. Nach der Ernte 10–14 Tage trocknen bei 60–65 % relativer Luftfeuchtigkeit und 18–22 °C, dann mindestens 4 Wochen curen. Das Trauben-Aroma entwickelt sich im Cure deutlich weiter.

Indoor
450–500 g/m²
Blütezeit 8–11 Wochen · Höhe 90–130 cm · buschig-kompakt · Schimmelresistenz beachten
Outdoor
600–700 g/Pflanze
Ernte Mitte Oktober · bis 200 cm · sonniger Standort · mediterranes Klima bevorzugt

Granddaddy Purple und bekannte Nachkommen

Seit ihrer Veröffentlichung 2003 hat Granddaddy Purple Dutzende Kreuzungen inspiriert. Die violette Ästhetik und das Terpenprofil machen GDP zu einem begehrten Kreuzungspartner – sowohl für Indica-Schwere als auch für die charakteristische Optik.

  • GDP × OG Kush – Beliebte Kreuzung für maximalen Indica-Effekt mit erdigem Kush-Profil. Verschiedene Züchter haben diese Kombination unter unterschiedlichen Namen vermarktet.
  • Granddaddy Black – GDP-Kreuzung mit verstärkten Anthocyan-Genen. Tiefes, fast schwarzes Violett in der Spätblüte. Selten, aber optisch beeindruckend.
  • Purple OG – Grandaddys Trauben-Aroma trifft auf den klassischen OG-Kush-Charakter. Eine der verbreitetsten GDP-abgeleiteten Linien in der US-Zucht.
  • Grand Purple Express – Autoflowering-Variante auf GDP-Basis. Der Ruderalis-Ökotyp bringt automatische Blüte ohne Lichtzyklus-Umstellung – relevant für Outdoor-Grower mit kurzen Sommern. Ruderalis-Anteil bei stabilen Linien liegt bei ≥ 10 %.
  • Big Purple – Rückkreuzung zu Big Bud mit verstärktem Ertragsfokus. Weniger Aromenintensität, mehr Masse pro Pflanze.

Für wen ist Granddaddy Purple geeignet?

GDP ist eine Abendsorte – das erste, was potenzielle Grower wissen müssen. Wer nach einer Sorte sucht, die Kreativität weckt, soziale Energie bringt oder tagsüber konsumierbar ist: falsche Adresse. GDP ist das Gegenteil davon.

Für Nutzer, die nach dem Feierabend abschalten wollen, sich das Gedankenkarussell beim Einschlafen ruhigstellen möchten oder schlicht eine verlässliche Abendsorte suchen, ist GDP eine der besten Optionen im Indica-Segment. Der Effekt ist vorhersehbar, tief und konsistent.

Für Grower: GDP ist eine mittelschwere Sorte. Anfänger können sie anbauen, sollten aber die Schimmelproblematik bei dichten Buds ernst nehmen. Wer noch nie mit empfindlichen Indica-Sorten gearbeitet hat, sollte sich mit Belüftung und Luftfeuchtigkeitskontrolle vertraut machen, bevor GDP ins Grow-Zelt kommt. Wer das unter Kontrolle hat, bekommt eine optisch beeindruckende, ertragreiche Pflanze mit einem der charakteristischsten Aromen im gesamten Cannabis-Spektrum.

Für Anfänger mit Fokus auf einfachem Anbau gibt es zugänglichere Sorten. Für alle anderen, die eine echte Indica-Ikone anbauen wollen – GDP liefert.

Häufige Fragen zu Granddaddy Purple

Granddaddy Purple wirkt stark körperlich entspannend und schläfrig. Der Effekt ist tief, schwer und baut Anspannung ab. Mentale Aktivität wird gedämpft, nicht ausgeblendet – aber der Antrieb sinkt spürbar. Klassisch für den Abend, häufig verbunden mit dem Wunsch zu schlafen. Wirkungseintritt nach 15–30 Minuten, Dauer 2–4 Stunden.
Ja. Granddaddy Purple ist eine Kreuzung aus Purple Urkle und Big Bud. Züchter Ken Estes entwickelte sie 2003 in der San Francisco Bay Area. Purple Urkle bringt das Trauben-Aroma und die violette Färbung, Big Bud die kompakte Struktur und den Ertrag.
In Deutschland ist der Anbau von Cannabis zum Eigenkonsum für Erwachsene ab 18 Jahren seit April 2024 unter bestimmten Bedingungen legal (§ 3 Abs. 2 KCanG): maximal 3 blühende Pflanzen gleichzeitig. Der Kauf und Besitz von Cannabissamen ist legal. Für alle anderen Formen des Erwerbs, Verkaufs oder der Weitergabe gelten weiterhin Einschränkungen. Aktuelle rechtliche Details bitte eigenständig prüfen.
Granddaddy Purple ist Indica-dominant: 80 % Indica, 20 % Sativa. Der Effekt ist entsprechend körperbetont, entspannend und schläfrig – kein cerebraler Sativa-Effekt. Die Pflanze wächst kompakt und buschig, typisch für Indica-Genotypen.
Bedingt. Der Anbau ist mittelschwer – die dichten Buds erfordern gute Belüftung und Luftfeuchtigkeitskontrolle, sonst droht Schimmel. Wer diese Grundlagen beherrscht, kommt mit GDP gut zurecht. Als Konsumsorte sollte der hohe THC-Gehalt von bis zu 23 % berücksichtigt werden – langsame Dosierung ist empfehlenswert.
Eine objektive Top-10-Liste gibt es nicht – zu unterschiedlich sind die Anforderungen. Für den Abend-Indica-Bereich zählt GDP zu den gesetzten Klassikern. Andere häufig genannte Referenzstrains: OG Kush, White Widow, Northern Lights, Blue Dream, Sour Diesel, Gorilla Glue #4, Hindu Kush, Wedding Cake, Gelato. Was „die besten" sind, hängt vom gewünschten Effekt, Anbaubedingungen und persönlichen Aromapräferenzen ab.
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