Kurz und knapp: Was ist Super Lemon Haze?
Super Lemon Haze ist eine Sativa-dominierte Kreuzung aus Lemon Skunk und Super Silver Haze – zweifach ausgezeichnet mit dem Cannabis Cup, zitrusscharf im Aroma und klar-aufweckend in der Wirkung. Eine der wenigen Sorten, die ihren Kultstatus durch Konsistenz rechtfertigt: Das Profil ist bei gelungenen Phänotypen sofort erkennbar, der Effekt cerebral und belebend. Für Tagesgrower gesetzt, für Einsteiger mit Respekt zu genießen.
Was ist Super Lemon Haze?
Es gibt Cannabis-Sorten, die bekannt sind. Und dann gibt es Super Lemon Haze. Zweimal Cannabis Cup in Folge, 2008 und 2009 – das schafft keine Sorte durch Marketing. Das schafft eine Sorte durch Genetik, durch ein Aromaprofil, das Leute sofort wiedererkennen, und durch einen Effekt, der schwer zu kopieren ist.
Super Lemon Haze ist eine Kreuzung aus Lemon Skunk und Super Silver Haze. Das klingt nach Theorie – die Praxis ist eine Sorte, die zitrusscharf riecht, schnell anläuft und eine klare, cerebralscharfe Wirkung liefert, die die meisten anderen Sativas nicht erreichen. Die Sativa-Dominanz liegt bei 70 %, Indica bei 30 %. Kein ausgewogener Hybrid, sondern eine klare Ansage in Richtung Tagessorte.
Bei BudVoyage ist sie als feminisierte Variante erhältlich – die BudVoyage Lemon Haze Fem trägt die wesentlichen Qualitäten der Originallinie: Zitrus-Diesel-Aroma, euphorischer Effekt, guter Ertrag. Je nach Phänotyp variiert das Profil leicht – das ist bei einer Haze-Linie normal und kein Fehler.
Herkunft und Genetik
Super Lemon Haze wurde von Green House Seeds gezüchtet – dem niederländischen Zuchthaus, das in den 2000er Jahren mehrfach Cannabis Cup-Sieger produzierte. Die Elternpflanzen sind Lemon Skunk und Super Silver Haze.
Lemon Skunk bringt das Zitrusprofil. Die Sorte ist aus zwei besonders lemonstark riechenden Skunk-Phänotypen entstanden und gibt dem Nachkommen seinen charakteristischen, präzisen Zitrusgeruch – nicht süßlich vage, sondern scharf und frisch wie abgeriebene Limettenschale. Super Silver Haze liefert die Struktur: eine Kreuzung aus Haze, Northern Lights und Skunk, die bekannt ist für ihren langen, cerebralen Effekt und große, harzreiche Blütenstände.
Die Kombination ergibt eine Sorte, die das Beste beider Linien integriert: das intensive Aromaprofil von Lemon Skunk und die Wirktiefe und Ertragsleistung von Super Silver Haze. Beide Cannabis Cups – 2008 und 2009 in der Kategorie Sativa – bestätigen, dass diese Kreuzung kein Zufallstreffer war. In der Stecklings- und Samenlinie ist Super Lemon Haze seitdem ein Fixstern in jeder ernsthaften Sativa-Sammlung.
Wichtig beim Kauf: Unter dem Namen „Lemon Haze" kursieren viele Sorten. Die BudVoyage Lemon Haze Fem basiert auf der Lemon Haze × Diesel-Genetik und teilt das Zitrus-Diesel-Profil der Super Lemon Haze-Linie – ein naher Verwandter mit vergleichbarem Charakter, aber eigenem Phänotyp-Spektrum.
Wirkung und Effektprofil
Super Lemon Haze ist eine Tagessorte. Das ist keine persönliche Einschätzung – das ist der Konsens von praktisch allen, die sie regelmäßig nutzen. Der Effekt setzt schnell ein, trifft zunächst den Kopf und bringt eine Art mentale Beschleunigung mit sich: klarer, fokussierter, etwas wacher als vorher.
Das klassische Profil: euphorisch zu Beginn, mit einem Gefühl von gesteigerter Kreativität und Gesprächslust. Wer soziale Situationen oder kreative Arbeit mit einer Sativa begleiten will, findet hier eine der verlässlichsten Optionen. Kein Couch-Lock, kein Abtauchen – der Körper bleibt aktiv.
Mit steigender Dosis oder bei wenig Erfahrung kann der cerebralscharfe Effekt kippen: erhöhte Herzfrequenz, Gedankenrasen, ein Gefühl von zu viel auf einmal. Super Lemon Haze ist nicht die Sorte zum Entspannen nach einem langen Tag – das macht Hindu Kush. Sie ist die Sorte für den Morgen nach dem Kaffee, für den Nachmittag mit Projekt, für den sozialen Abend mit Energie. Wer abends zur Ruhe kommen will: falsche Sorte.
Der Effekt hält, verglichen mit vielen Hybriden, überdurchschnittlich lang an. Das ist die Haze-Linie – langsam aufgebaut, lang anhaltend, cerebral statt körperlich dominant.
Aroma und Geschmack
Super Lemon Haze riecht nach Zitrus. Das klingt simpel – ist aber eine ehrliche Beschreibung. Das Profil ist klar und scharf: frische Zitronenschale, etwas Limette, ein süßlicher Haze-Untergrund dahinter. Kein schweres Fruchtbonbon-Aroma, kein chemischer Beigeschmack. Frisch, hell, präzise.
Beim Konsum kommt ein leichter Dieselakzent hinzu – das ist der Erbe der Diesel-Komponente in der BudVoyage-Variante und erklärt den zweiten Teil des Namens im Produktprofil. Im Abgang bleibt ein süßes Zitrus-Haze-Finish, das charakteristisch für diese Linie ist.
Grower merken das Aromaprofil früh: Die Pflanzen duften in der Blüte intensiv. Ein gutes Belüftungssystem und ein Aktivkohlefilter beim Indoor-Grow sind keine Option – sie sind Standard.
Terpenprofil: Terpinolen, Ocimen, Myrcen
Das Terpenprofil von Super Lemon Haze ist typisch Sativa: dominiert von Terpinolen, ergänzt durch Ocimen und einer leichteren Myrcen-Note im Hintergrund.
Super Lemon Haze anbauen
Aussaat
Super Lemon Haze-Samen werden über die Wasserglasmethode gekeimt. Samen für 12 bis 24 Stunden in lauwarmes Wasser legen – bis die Keimwurzel sichtbar wird oder die Schale aufplatzt. Danach in feuchtes, nährstoffarmes Substrat setzen, nicht tiefer als 1 cm. Aussaatfenster: April bis August.
Die ersten Wochen
In der Vegetationsphase zeigt Super Lemon Haze klassisches Sativa-Wachstum: schnell, nach oben, mit großem Internodalabstand. Die Pflanze braucht Raum und wächst merklich schneller als Indica-dominierte Sorten. Wer Indoor arbeitet, sollte das Höhenwachstum durch Training frühzeitig kontrollieren – LST (Low Stress Training) oder ein einfaches SCROG-Netz sind bewährte Methoden.
Die ersten drei bis vier Wochen nach der Keimung verlangen wenig Eingriff: ausreichend Licht, gute Belüftung, kein Nährstoffstress. Die Sorte ist robust, verzeiht aber keine chronische Überwässerung.
Indoor
Indoor ist Super Lemon Haze anspruchsvoller als ein kompakter Indica – aber für mittlere Erfahrung gut beherrschbar. Die Höhe im Switch auf 12/12 liegt bei 90 bis 150 cm. Wer ohne Training anbaut, muss früh switchen, sonst wird die Grow-Box knapp. Blütezeit 8 bis 10 Wochen nach dem Lichtschalter.
Ertrag bei gutem Setup: 500 bis 550 g/m². Das ist ein solider Wert, der bei dieser Sorte an das obere Ende ihrer Leistung heranreicht. Voraussetzung: ausreichend Licht, kontrollierte Feuchtigkeit und kein Nährstoffmangel in der zweiten Blütehälfte. Die Blüten sind dicht und harzreich – gute Ventilation ist Pflicht, sonst steigt das Botrytis-Risiko.
Outdoor
Outdoor entfaltet Super Lemon Haze ihr volles Potenzial – wenn der Standort stimmt. Sie braucht ein gemäßigtes bis kontinentales Klima, sonnige Lage und ausreichend Wärme während der Blüte. In Deutschland funktioniert das an geschützten Süd- oder Südwestlagen gut.
Die Pflanzen können bis 250 cm erreichen. Wer Diskretion braucht, muss von Anfang an trainieren oder auf Indoor umsteigen – diese Sorte will hoch. Ertrag Outdoor: 450 bis 500 g pro Pflanze bei gutem Standort. Ernte September bis Oktober, je nach Klima und Phänotyp.
Ernte
Optimaler Erntezeitpunkt: Trichome überwiegend milchig-trüb, 20 bis 30 % bernsteinfarben. Wer früher erntet, bekommt einen mehr cerebralen Effekt. Wer wartet, bis der Bernsteinanteil höher liegt, verschiebt das Profil in Richtung körperlicher und schwerer. Bei einer Sativa wie Super Lemon Haze wird meist früher geerntet, um das klare, aktivierende Profil zu erhalten.
Nach der Ernte: 10 bis 14 Tage trocknen bei 60 bis 70 % relativer Luftfeuchtigkeit und 18 bis 22 °C. Dann mindestens 4 Wochen curen. Das Aromaprofil entfaltet sich beim Curen deutlich – wer zu früh aufmacht, verliert das Beste dieser Sorte.
Super Lemon Haze und bekannte Nachkommen
Super Lemon Haze ist selbst eine Kreuzung aus zwei einflussreichen Linien – und hat als Elternpflanze wiederum weitere Sorten geprägt. Die Zitrus-Sativa-Kombinationen, die heute in fast jedem Sortiment auftauchen, haben ihre Wurzeln direkt oder indirekt hier.
- Lemon Haze – Enger Verwandter, ebenfalls auf Lemon Skunk-Basis. Ähnliches Aromaprofil, etwas kompakter im Wuchs. Die BudVoyage Lemon Haze Fem ist ein direkter Verwandter mit Diesel-Einkreuzung.
- Super Silver Haze – Eine der Elternpflanzen. Cannabis Cup-Sieger 1997, 1998, 1999. Ohne Super Silver Haze gibt es kein Super Lemon Haze – der lange Haze-Effekt kommt von hier.
- Lemon Skunk – Die zweite Elternlinie. Entstanden aus selektierten Skunk-Phänotypen mit besonders intensivem Zitrusaroma. Ergibt in Kombination mit Haze-Linien immer zuverlässig gutes Material.
- Amnesia Haze – Verwandter in der Haze-Linie. Ähnlich cerebral, ebenfalls Sativa-dominant, längere Blütezeit. Wer Super Lemon Haze schätzt, findet hier eine Erweiterung des Profils.
- Trainwreck – Kein direkter Nachkommen, aber häufiger Vergleichspartner im energetischen Sativa-Segment. Schnellerer Aufbau, weniger zitrusintensives Aroma.
Für wen ist Super Lemon Haze geeignet?
Super Lemon Haze ist eine Tagessorte – das muss von Anfang an klar sein. Wer entspannen will, schlafen muss oder empfindlich auf cerebralen Effekt reagiert, ist hier falsch.
Die Sorte eignet sich für Leute, die gezielt aktivieren wollen: kreative Arbeit, soziale Situationen, Aktivitäten draußen. Das klassische Profil ist energetisch, gesprächig, gut gelaunt – ohne die schwere körperliche Komponente eines Indicas.
Für Einsteiger: Respekt ist angebracht. 20 % THC mit Haze-Genetik und schnellem Wirkungseintritt ist kein sanfter Start. Wer Cannabis neu ist, fährt besser mit einer ausgewogeneren Hybride oder einem Indica-dominierteren Profil, bevor er zu Super Lemon Haze greift.
Für Eigenanbauer: mittleres Erfahrungsniveau ausreichend. Die Sorte ist kein Anfängerkill, verlangt aber Aufmerksamkeit beim Höhenmanagement Indoor und gute Belüftung in der Blüte. Outdoor mit dem richtigen Standort ist sie dankbar und ertragsreich.
Häufige Fragen zu Super Lemon Haze

